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Bautzen

1 000 freie Jobs in der Oberlausitz

Der Juli startet in der Oberlausitz  mit weniger Arbeitslosen und mehr offenen Stellen als der Vormonat. Vor allem eine Branche sucht Leute.

Die Agentur für Arbeit meldete jetzt die Zahlen für Juni.
Die Agentur für Arbeit meldete jetzt die Zahlen für Juni. © dpa/Daniel Bockwoldt

Bautzen. Zur Jahresmitte waren in der Oberlausitz 16 870 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 400 Arbeitslose weniger als Ende Mai und 1 961 weniger als vor einem Jahr. Diese Zahlen nannte am Montag der Chef der Arbeitsagentur Bautzen, Thomas Berndt. Nach seiner Einschätzung „setzte sich die robuste Arbeitsmarktentwicklung in der Oberlausitz fort. Die Arbeitslosigkeit ist weiter gesunken und die Nachfrage nach Arbeits- und Fachkräften aus der regionalen Wirtschaft bewegt sich auf einem hohen Niveau.“

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Dafür sprechen fast 1 000 offene Stellen, die Firmen und Behörden allein im Juni an die Arbeitsagentur meldeten. Insgesamt können die Vermittler der Agentur derzeit 4 351 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen anbieten. Die meisten Jobs sind im Bereich der Zeitarbeit (871), im verarbeitenden Gewerbe (810) sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (502) zu vergeben. 413 freie Stellen gibt es bei Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, 405 auf dem Bau. „Wir unterstützen die Unternehmen mit Beratung und Vermittlung bei der Besetzung der Arbeitsstellen“, versicherte Berndt. „Gleichzeitig setzen wir unseren Fokus auf die individuelle Qualifizierung unserer Kunden, um die freien Stellen in unserer Region mit geeigneten Bewerbern zu besetzen.“

Frauenarbeitslosigkeit liegt bei 44,5 Prozent

An solchen Qualifizierungen oder anderen arbeitsmarktpolitischen Projekten nahmen im Juni insgesamt 6 066 Oberlausitzer teil. Sie standen ebenso wie 370 Kranke nicht für die Vermittlung in Jobs zur Verfügung. Deshalb galten sie in der Statistik nicht als arbeitslos, sondern als unterbeschäftigt. Als Unterbeschäftigung bezeichnet die Agentur die Summe von Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Diese Gesamtzahl lag im Juni bei 23 306 Personen, von denen 72,4 Prozent offiziell als arbeitslos galten.

Vom Rückgang der Arbeitslosenzahl profitieren vor allem Männer. „Die Zahl der arbeitslosen Männer verringerte sich im Monatsverlauf um 249 auf 9 371. Das sind 984 arbeitslose Männer weniger als im Juni 2018“, sagte Berndt. Bei den Frauen sank die Zahl der Arbeitslosen in den zurückliegenden Wochen um 151 auf 7 499. Im Vorjahresvergleich sind derzeit 977 Frauen weniger arbeitslos gemeldet. Der Anteil der Frauen an allen Arbeitslosen liegt aktuell bei 44,5 Prozent.

7 953 Arbeitslose sind über 50 Jahre alt. Das sind 202 ältere Frauen und Männer weniger ohne Job als vor einem Monat. Im Vorjahresvergleich ist ein Rückgang um 888 ältere Arbeitslose zu verzeichnen.