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Dresden

Dresden: Eine Million für die "Großenhainer"

Die Stadt bekommt Geld vom Freistaat für eine Straße in Pieschen. Nicht nur sie will dort bauen.

Bis zu dieser Haltestelle an der Liststraße reicht die Baustrecke. Auch die Haltestelle soll erneuert werden.
Bis zu dieser Haltestelle an der Liststraße reicht die Baustrecke. Auch die Haltestelle soll erneuert werden. © Archiv/André Wirsig

Dresden. Die Stadt bekommt vom Freistaat 1,1 Millionen Euro für den Ausbau der Großenhainer Straße. Dort soll ein 800 Meter langer Abschnitt zwischen der Conradstraße und der Riesaer Straße erneuert werden. Geplant sind unter anderem durchgängige Radfahrstreifen, neuer Asphalt und eine Verbesserung der Zufahrt von der Erfurter Straße in die "Großenhainer". Das teilte das Wirtschaftministerium mit. Die Bauarbeiten sollen möglichst noch in diesem Jahr, spätestens aber im Januar 2021 beginnen.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) wollen parallel dazu die Schienen erneuern und die Haltestellen Großenhainer Platz und Liststraße barrierefrei ausbauen. Die neuen Gleise sollen einen sogenannten Gleismittenabstand von drei Metern haben. Ist das der Fall, können künftig auf der Strecke der Linie 3 zwischen dem Wilden Mann und Coschütz die neuen, breiteren Straßenbahnen eingesetzt werden, so das Ministerium. Die erste wird voraussichtlich im Sommer 2021 geliefert.

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Allerdings fehlt dafür dann immer noch ein Stück der Strecke. Auch die "Großenhainer" zwischen Liststraße und Trachenberger Platz muss dafür noch umgebaut werden. Das Nahverkehrsunternehmen hat für den Abschnitt, für den jetzt die Stadt Fördergeld bekommt, noch keine Finanzzusage vom Freistaat. Der Antrag seit gestellt, teilte Sprecher Falk Lösch mit. Allerdings soll er noch einmal geändert werden. Im September wollen die DVB gleich die Förderung für die Gesamtstrecke vom Großenhainer Platz bis zum Trachenberger Platz beantragen.

Das Geld vom Freistaat kommt aus einem Fördertopf für den kommunalen Straßen- und Brückenbau. "Dresdens dynamische Stadtentwicklung stellt erhöhte Anforderungen an eine leistungsfähige und verlässliche Verkehrsinfrastruktur", sagt Verkehrsminister Martin Dulig (SPD). Deshalb fördere das Land dieses Bauvorhaben. Außerdem solle gezeigt werden, "dass sich die Bauwirtschaft in dieser coronabedingt wirtschaftlich schwierigen Phase auf öffentliche Aufträge verlassen kann."

Der größere "Gleismittenabstand" ist nicht nur für die Linie 3 nötig. Er wird auch gebraucht, um den Betriebshof Trachenberge der DVB, in dem regelmäßig zum Beispiel nachts Straßenbahnen abgestellt werden, mit den breiten Zügen problemlos erreichen zu können. Die erste Linie, auf denen sie fahren sollen, ist allerdings die "2", deren Strecke dafür nach Angaben der DVB bereits komplett präpariert ist. Insgesamt gilt das laut dem Unternehmen inzwischen für etwa 80 Prozent des Gleisnetzes. 

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Ein Problem ist für die DVB die Strecke der "7". Das ist die Linie mit den meisten Fahrgästen pro Tag. Bevor dort die neuen Bahnen eingesetzt werden können, müssen aber noch die Königsbrücker Straße sowie Teile der Kesselsdorfer Straße und der Königsbrücker Landstraße ausgebaut werden.

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