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1.000 Dokumente für Asisi

Dresdner haben ihre Bücherschränke und Dachböden durchforstet – wie hat ihre Stadt an den Tagen nach der Zerstörung am 13. Februar 1945 ausgesehen?

© Ronald Bonß

Dresdner haben ihre Bücherschränke und Dachböden durchforstet – auf der Suche nach Filmen, Bildern, Postkarten, Dias, Zeitungen, Briefen und Tagebuchaufzeichnungen. Wie hat ihre Stadt an den Tagen nach der Zerstörung am 13. Februar 1945 ausgesehen? Jeder Hinweis war wichtig und konnte entscheidend sein für ein großes Projekt des Panoramakünstlers Yadegar Asisi.

Der hatte im März um Hilfe gebeten. Zurzeit arbeitet Asisi an einem neuen Panorama-Bild, das er anlässlich des 70. Jahrestages des Bombenangriffes auf Dresden zeigen will. Ihn interessiert die Frage: Wie verändert ein Krieg ganze Biografien? Diese Dimension will er darstellen, mehr noch als die pure Verwüstung. Deshalb sind ihm private Dokumente so wichtig. Rund 70 Privatpersonen aus Dresden und der Region haben ihre Fundstücke eingesandt oder abgegeben.

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Insgesamt kamen rund 1.000 Bilddokumente zusammen. Einige Menschen haben ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Einmal mehr stelle er fest, wie groß die Betroffenheit ist, sagt Asisi. „Wir sind nach 70 Jahren immer noch so nahe dran, dass ich erschüttert bin.“ Doch auch die Hoffnung will er in seinem Kunstwerk zeigen. Das wird ab Januar 2015 drei Monate lang im Panometer zu sehen sein. (SZ)