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11 800 Besucher auf der Waldbühne

© Wolfgang Schmidt

Für die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ war die 26. Saison sehr erfolgreich. Ein Highlight steht den Akteuren am nächsten Wochenende noch bevor.

Bischofswerda. Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ ist ein Zugpferd für Bischofswerda. Trotz zwei verregneten Wochenenden und Fußball-WM kamen 11 800 Besucher zur Waldbühne am Schmöllner Weg – genau so viele wie im vergangenen Jahr. 19 der 22 Vorstellungen, davon sechs für Schulen der Region, waren ausverkauft, sagte Spielleiter Uwe Hänchen am Montag auf Anfrage der SZ.

Deutschlands kleinste Karl-May-Bühne mit den jüngsten Darstellern führte in diesem Jahr das Stück „Tödlicher Staub“ auf – eine Uraufführung, denn eine Karl-May-Inszenierung unter diesem Titel gab es bislang noch nirgendwo auf einer Freilichtbühne. Jeder der 80 Akteure gab sein Bestes.

Uwe Hänchen hebt aber vor allem einen hervor: Jakob Seim. Er spielte den Old Shatterhand sowohl in der Kinder- als auch der Jugend/Erwachsenenbesetzung. „Bei zwei Vorstellungen am Tag erforderte das schon Stehvermögen. Jakob hatte ja nicht nur eine Sprechrolle. Es gab auch Reit- und Kampfszenen“, sagte der Spielleiter.

Was auf Bischofswerdas Karl-May-Bühne abgeht, interessiert auch anderswo. So waren auch in diesem Jahr Künstler von den Landesbühnen Sachsen unter den Gästen, darunter Olaf Hörbe, der die Textbücher für die Karl-May-Inszenierungen auf der Felsenbühne Rathen schreibt. Der Namensgeber der Spielgemeinschaft Gojko Mitic war bei allen Vorstellungen präsent – durch einen Gruß, der eingespielt wurde. Selbst vorbei schauen konnte der Filmstar in diesem Jahr aber nicht, denn er ist zurzeit bei Dreharbeiten im Ausland.

Nach der Saison ist für einen Großteil des Ensembles vor dem nächsten Karl-May-Stück. Das sehen sie schon am kommenden Wochenende auf der Karl-May-Bühne Elspe im Sauerland. Dorthin führt die Vereinsfahrt der Spielgemeinschaft von Freitag bis Sonntag, sagte Uwe Hänchen. Die dreitägige Tour ist gewissermaßen auch ein Dankeschön an jene, die sich auf, an und hinter der Bühne engagierten. In Elspe werden die Bischofswerdaer auch den dortigen Winnetou-Darsteller Jean-Marc Birkholz treffen. Zumindest seine Stimme ist ihnen vertraut. Der Schauspieler war in diesem Jahr auf der Waldbühne am Schmöllner Weg als Erzähler zu hören.

Im Herbst beginnen die Vorbereitungen auf die 27. Saison. Im Jahr 2019 wird Bischofswerdas Karl-May-Bühne das Stück „Unter Geiern – der Sohn des Bärenjägers“ aufführen. Wahrscheinlich wird dann auch ein richtiger Geier zu sehen sein. (SZ/ir)