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1 200 neue Lehrer

Nur 1 069 von ihnen verfügen über einen Lehramtsabschluss. Sachsen muss wieder im größeren Stil auf Seiteneinsteiger setzen. Warum, erklärt Kultusministerin Brunhild Kurth im Interview.

© dpa

Dresden. In knapp elf Wochen beginnt das neue Schuljahr. Sachsen will dafür 1 200 neue Lehrer einstellen. Das kündigte Kultusministerin Brunhild Kurth (CDU) in einem SZ-Interview an. Für die neuen Stellen habe es 1 699 Bewerber gegeben. Nur 1 069 von ihnen verfügten über einen Lehramtsabschluss, zwei Drittel davon für Gymnasien. Nur jeder siebte habe Naturwissenschaften studiert.

Das heißt, Sachsen muss wieder im größeren Stil auf Seiteneinsteiger setzen. Dabei handelt es sich um Absolventen mit Hochschul- beziehungsweise Fachhochschulabschlüssen in einem oder mehreren für die Schule relevanten Fächern. Sie würden im pädagogischen und methodisch-didaktischen Bereich nachqualifiziert, sagt Kurth.

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Eine entsprechende Vereinbarung liege jetzt vor. „Die Schulung erfolgt, bevor sie das erste Mal in den Unterricht gehen, was bislang nicht der Fall war“, so die Ministerin. Ihnen würden Mentoren an die Seite gestellt, und sie selbst gingen mit verminderter Stundenzahl in den Unterricht, „auch wenn das wieder Ressourcen kostet.“

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376 beziehungsweise 370 der neuen Lehrer sind demnach für Grund- und Oberschulen, 204 für Gymnasien, 138 für Förderschulen und 112 für berufliche Schulen vorgesehen. 375 der Neueinstellungen entfallen auf die Region Leipzig, 298 auf Dresden, 229 auf Chemnitz, 167 auf Bautzen und 131 auf Zwickau.

Laut Antwort der Regierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken werden am Ende dieses Schuljahres 583 Lehrer aus dem Dienst ausscheiden. (SZ/cl)