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13 Klettergipfel vorübergehend tabu

In den Felsen des Elbsandsteins beginnen die Vögel zu brüten. Damit sie nicht gestört werden, müssen Bergsteiger ausweichen.

© Mike Jäger

Von Gunnar Klehm

Sächsische Schweiz. Raubvögel wie der Wanderfalke besetzen jetzt wieder Horste in den Felsen im Elbsandsteingebirge und brüten dort. Um den Küken eine ungestörte Zeit zum Flüggewerden zu gönnen, hat die Nationalparkverwaltung Horstschutzzonen an 13 Klettergipfeln eingerichtet. In diesen Sperrzonen ist das Klettern vorübergehend verboten. Außerdem können wegen des Vogelschutzes am Hohen Torstein zwei offizielle Freiübernachtungsstellen am Wandfuß der Ostseite nicht genutzt werden. Das Verbot gilt voraussichtlich bis Ende Juni.

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Die Nationalparkverwaltung hat gute Erfahrungen mit diesen Schutzzonen gemacht. Brutverluste durch Störungen werden so reduziert. Die Population der Wanderfalken ist inzwischen seit Jahren stabil. Jedes Frühjahr brüten 18 bis 20 Wanderfalken-Paare im Nationalpark. Es könnten demnach weitere Gipfelsperrungen folgen. Die Einschränkungen für Kletterer werden dabei auf das Nötigste reduziert, versichert die Verwaltung.

Nationalparks wie Sächsische und Böhmische Schweiz sind ein wertvoller Lebensraum für viele bedrohte Arten, darunter auch Wanderfalken, Schwarzstörche und Uhus. Gesperrte Zugangswege zu Klettergipfeln sind mit Schildern gekennzeichnet.

Folgende Klettergipfel und deren Zugangswege sind gesperrt: Siegfried (Affensteine), Brandgebiet: Forstgrabenwand; Bielatalgebiet: Semperhexe, Bergstation, Glasergrundscheibe, Schöne Nadel, Totenkopf, Waldwächter; Schrammsteingebiet: Hoher Torstein, Ostseite; Kleiner Zschand: Pechofenspitze, Pechofenstein und Hinteres Pechofenhorn.