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Sachsen

15 neue Grippetote in Sachsen

Die Erkrankungszahlen sinken. Einem neuen Impfstoff-Engpass hat das Ministerium jetzt vorgebeugt.

©  dpa/Ralf Hirschberger (Symbolbild)

In der ersten Aprilwoche wurden in Sachsen 689 neue Grippefälle gemeldet. Damit hat sich die Zahl gegenüber der letzten Märzwoche halbiert. „Ein Ende der diesjährigen Grippewelle zeichnet sich ab“, sagt Jörg Förster, Sprecher des Sächsischen Sozialministeriums. Insgesamt erkrankten seit Oktober 21.880 Menschen im Freistaat.

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Stark angestiegen ist jedoch die Zahl der gemeldeten Todesfälle. 15 waren es innerhalb der letzten Woche. Sie kamen unter anderem aus den Städten Chemnitz und Dresden, dem Kreis Mittelsachsen und dem Vogtlandkreis. „Dabei handelt es sich größtenteils um in den Vorwochen erkrankte Personen“, so der Ministeriumssprecher. Seit Saisonbeginn wurden insgesamt 62 Influenzatote registriert. Fünf der Verstorbenen seien geimpft gewesen, hieß es. Ob ein zu früher Impfzeitpunkt zu den Impfdurchbrüchen geführt hat, konnte nicht geklärt werden.

Impfstoff-Engpass durch hohe Impfbereitschaft

Die Impfbereitschaft während der aktuellen Grippesaison sei hoch gewesen, „Das ist ein gutes Zeichen“, sagt Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK Plus. Im November 2018 kam es deshalb zu einem Impfstoff-Engpass. Den soll es in der neuen Saison in Sachsen nicht wieder geben. Dafür haben Apothekerverband, Kassenärztliche Vereinigung, Krankenkassen und Gesundheitsministerium in dieser Woche die Voraussetzungen geschaffen, wie Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) betont. Da die Impfstoffproduktion sechs Monate dauert, sollten die Ärzte bereits jetzt ihre Bestellung abgeben. „Dass die Ärzte nicht mehr ausschließlich den preiswertesten Impfstoff bestellen müssen, kann möglichen Lieferschwierigkeiten vorbeugen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann. Klepsch appellierte besonders an Mitarbeiter in medizinischen und pädagogischen Einrichtungen, sich rechtzeitig impfen zu lassen.