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150 Kilo Sprengstoff

Mehr als eine Stunde dauerte das Entschärfen des Blindgängers in Heidenau. Das Problem dabei: Es war eine deutsche Bombe mit russischem Zünder.

Heidenau. Die Heidenauer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde diese Nacht von Holger Klemig und Peter Schmidt entschärft. Eine Stunde und 15 Minuten haben die beiden Männer an den 100 Kilogramm Eisen und 150 Kilogramm Sprengstoff gearbeitet. Es war Klemigs 219. Bombe und seine zweite in diesem Jahr.

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Jede ist besonders, sagt er. Die Besonderheit der Heidenauer ist, dass es eine deutsche mit russischem Zünder ist. Die Russen haben die Bombe irgendwo erbeutet, ohne Zünder. Den haben sie dann „abenteuerlich reingebaut“, sagt Klemig. Und zwar so fest, dass Klemig kurz davor war, aufzugeben. Die Alternative wäre sprengen gewesen. Das hätte Schäden vor Ort bedeutet und passiert bei etwa jeder 20. Bombe. Tendenz aufgrund des zunehmenden Alters der Funde steigend. Mitunter ist auch ein Weitertransport möglich.

Von all diesen Varianten blieb Heidenau verschont. Die Heidenauer atmen auf und danken den Sprengmeistern und allen Helfern, Rettern, Einsatzkräften. Die Bombe wird nun in der zentralen Sammelstelle in Zeithain in Scheiben zersägt und der Sprengstoff unschädlich gemacht. (SZ/sab)