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15 000 Kündigungen beim ADAC

München. Der ADAC geht nach dem Manipulationsskandal um den Autopreis „Gelber Engel“ von knapp 15000 Kündigungen von Mitgliedern aus. Die Zahl der in den vergangenen Tagen bearbeiteten Kündigungen, die...

München. Der ADAC geht nach dem Manipulationsskandal um den Autopreis „Gelber Engel“ von knapp 15 000 Kündigungen von Mitgliedern aus. Die Zahl der in den vergangenen Tagen bearbeiteten Kündigungen, die aufgrund von Fristen jedoch erst in den kommenden Monaten wirksam werden, lag zum 31. Januar bei 66 233. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 51 805. „Es ist davon auszugehen, dass ein Großteil dieser Differenz von knapp 15 000 Kündigungen auf die jüngsten Entwicklungen zurückzuführen ist“, hieß es gestern von dem Automobilklub.

Die Manipulation beim „Gelben Engel“ hatte den ADAC ins Schleudern gebracht. Seitdem wurden Fragen laut, Unstimmigkeiten bekannt. Der ADAC, mit 18,9 Millionen Mitgliedern nach eigenen Angaben zweitgrößter Autoklub der Welt, verzeichnete 2013 etwa 490 000 Kündigungen. Dennoch betrug der Netto-Zuwachs 528 000.

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Derweil untersucht der Wirtschaftsprüfer Deloitte, ob bei der Wahl zum Lieblingsauto der Deutschen auch die Platzierung der Hersteller gefälscht wurde. Auch bei anderen Fragen und Vorwürfen, etwa bei angeblich von Dritten mitfinanzierten Badegewässertests in den 1990er-Jahren, arbeite der ADAC an der Klärung. Präsident Peter Meyer hatte am Sonntag eine grundlegende Reform angekündigt. „Wir werden die Axt anlegen und uns dabei von externen Beratern begleiten lassen“, so Meyer. „Wir wollen komplette Aufklärung, und wir wollen eine deutliche Transparenz sofort einführen.“ Unklar ist, ob der ADAC seinen Vereinsstatus behalten wird. (dpa)