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17-Jähriger täuscht Notfall nur vor

Der Jugendliche hat eine große Suchaktion in einer Burgruine in Großhennersdorf ausgelöst. Mehr dazu und weitere Meldungen im Polizeibericht.

© Matthias Webe

Großhennersdorf. Ein 17-Jähriger hat am Dienstagnachmittag in Großhennersdorf den Notruf missbraucht. Er rief beim Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion Görlitz an. Doch am Telefon waren nur Schlaggeräusche und „Aua“ sowie „Hilferufe“ zu hören. Die Beamten überprüften die Gegend, fanden jedoch zunächst nichts. Dann landete ein Rettungshubschrauber und die Feuerwehr fuhr zur Burgruine an der Bernstädter Straße. „Die Rettungskräfte hatten die Information, dass sich im Keller eine eingeklemmte Person befinden soll“, teilt Torsten Jahn von der Polizeidirektion Görlitz mit. Auch das bestätigte sich nicht. Ermittlungen im Umfeld führten zu einem 17-jährigen Deutschen, der diesen und einen weiteren Notrufmissbrauch zugab. Er wird sich nun für die Straftat verantworten müssen. Welche Kosten für den Einsatz auf den Mann zukommen, stand noch nicht abschließend fest.

Die Polizei warnt davor, den Notruf ohne Grund oder zum Spaß zu wählen. Einsatz- und Rettungskräfte werden sonst zu den falschen Einsätzen entsandt und fehlen dann für die echten Notfälle. „Ein Notrufmissbrauch ist kein Kinderstreich“, so Torsten Jahn. Laut dem Strafgesetzbuch stehen dafür eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe zu Buche. Die Verursacher müssen auch gegebenenfalls für die Einsatzkosten aufkommen. (szo)

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Aus dem Polizeibericht vom Mittwoch

Fahren unter Alkohol

Görlitz. Wegen seiner auffälligen Fahrweise kontrollierte eine Streife des örtlichen Reviers einen 32-jährigen Autofahrer in der Nacht zu Mittwoch. Der Deutsche fuhr kurz vor 2 Uhr mit seinem Opel Astra auf der Christoph-Lüders-Straße, als die Beamten ihn anhielten. Ein Alkoholtest bestätigte den Verdacht. Der Mann hatte umgerechnet 2,1 Promille in seiner Atemluft. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt und ordneten eine Blutentnahme an. Den Führerschein stellten Ordnungshüter sicher. Auch beim Opel kam einiges zum Vorschein. Dieser war nicht zugelassen und hatte keine Haftpflichtversicherung. Die Staatsanwaltschaft wird sich mit dem Fall befassen.

Zwei Straftäter gestellt

Görlitz. Zwei Männer mit Taschen und Rücksäcken fielen am Mittwochmorgen gegen 4 Uhr einer Streife der Bundespolizei am Görlitzer Bahnhof auf. Die beiden 22-jährigen Polen hatten in ihren Taschen diverses mutmaßliches Diebesgut und Einbruchswerkzeug. Außerdem standen sie unter dem Einfluss von Drogen. Die Polizisten ließen die Handschellen klicken und verbrachten die Täter zum Polizeirevier Görlitz. Die Kriminalpolizei prüft nun, für welche Einbrüche die Beschuldigten in Frage kommen. Die Ermittlungen dauern an.

Unfall verursacht 25000 Euro Schaden

Markersdorf. Am Dienstagvormittag gegen 7.30 Uhr sind in Markersdorf zwei Autos zusammengestoßen. Dabei ist an den Fahrzeugen ein Gesamtschaden von rund 25000 Euro entstanden, teilt die Polizei mit. Beide Fahrzeuge seien danach nicht mehr fahrbereit gewesen und mussten abgeschleppt werden. Informationen über Verletzungen der Insassen liegen der Polizei nicht vor.

17-Jähriger täuscht Notfall nur vor

Großhennersdorf. Am Dienstagnachmittag ging beim Führungs- und Lagezentrum der Polizeidirektion ein Notruf aus Großhennersdorf ein. Am Telefon waren „nur“ Schlaggeräusche und „Aua“ sowie „Hilferufe“ zu hören. Die Beamten überprüften die Gegend, fanden jedoch zunächst nichts. Dann landete ein Rettungshubschrauber und die Feuerwehr fuhr zur Burgruine an der Bernstädter Straße. Die Rettungskräfte hatten die Information, dass sich im Keller der Ruine eine eingeklemmte Person befinden soll. Auch das bestätigte sich nicht.

Ermittlungen im Umfeld führten zu einem 17-jährigen Deutschen, der diesen und einen weiteren Notrufmissbrauch zugab. Er wird sich nun für die Straftat verantworten müssen, teilt die Polizei mit. Welche Kosten für den Einsatz auf den jungen Mann zukommen stand noch nicht abschließend fest.

Ein Notrufmissbrauch ist kein Kinderstreich, warnt die Polizei. Laut dem Strafgesetzbuch drohe eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder eine Geldstrafe.

Ohne Führerschein mit dem Lkw unterwegs

Weißwasser. Eine Streife des örtlichen Reviers hat am Dienstagmorgen an der Lutherstraße einem Lkw-Fahrer die Weiterreise untersagt. Der 59-jährige Pole steuerte einen Siebeneinhalb-Tonner durch die Glasbläserstadt, war jedoch nicht im Besitz eines entsprechenden Führerscheins. Auf den Mann kommt nun ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu, mit der sich die Staatsanwaltschaft befassen wird.

Kinder und einen Jugendlicher als Diebe überführt

Weißwasser/Bad Muskau. Eine Streife des Polizeireviers Weißwasser hat am Dienstagnachmittag am Grenzübergang von Bad Muskau drei junge Fahrraddiebe ergriffen. Die Jungs aus Weißwasser im Alter von 12, 13 und 14 Jahren hatten am Vormittag an der Bruno-Bürgel-Schule ein Mountainbike und ein Herrenrad gestohlen.

Mit den Zweirädern waren die drei Deutschen nach Bad Muskau und dort über die Neiße nach Polen gefahren. Das Mountainbike im Wert von etwa 260 Euro verkauften sie für deutlich weniger Geld an einen Hehler. Bei ihrer Rückkehr nach Deutschland ergriffen die Beamten das Trio. Den Erlös für den Verkauf des gestohlenen Mountainbikes hatten die Jungs auf polnischer Seite in Limonade, Zigaretten und Süßigkeiten umgesetzt.

Die Kriminalpolizei stellte das ebenfalls entwendete Herrenrad sicher. Es war nicht verkauft worden und stand vor einem Haus an der Lutherstraße. Der Kriminaldienst des Reviers Weißwasser wird die weiteren Ermittlungen führen. Nach einer Befragung wurden die beiden Kinder und der Jugendliche an die Eltern übergeben.

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