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Zittau

172 Delikte in 13 Stunden festgestellt

Polizei und Zoll haben im Landkreis Görlitz erneut an allen Übergängen nach Polen und Tschechien gestanden. Ihr Kampf galt der Kfz- und Eigentums-Kriminalität.

Eine Kontrollstelle war an der Friedensstraße in Zittau aufgebaut.
Eine Kontrollstelle war an der Friedensstraße in Zittau aufgebaut. © Polizei

Nach 13 Stunden im Einsatz haben Polizei und Zoll diesen Mittwoch an allen Übergängen nach Tschechien und Polen 172 Delikte feststellen können, darunter 14 Straftaten und 159 Ordnungswidrigkeiten. Von 7 bis 20 Uhr kontrollierten die 400 Einsatzkräfte dafür 2.894 Fahrzeuge und 6.348 Personen. Schwerpunkt: Kfz- und Eigentums-Kriminalität.

Wie die Polizei berichtet, zählten zu den Straftaten drei Verstöße gegen das Betäubungsmittel-, zwei gegen das Aufenthalts- und einer gegen das Waffengesetz. Außerdem stellten die Beamten fünf Delikte des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, zwei Kennzeichenmissbräuche und einen Verstoß gegen die Vorschriften über die Pflichtversicherung fest.

Am Nachmittag fanden die Polizisten beispielsweise an der Kontrollstelle an der B178 in Zittau im Auto eines 21-jährigen Russen eine geringe Menge Cannabis. Zudem fanden sie bei ihm mehrere Tausend Euro Bargeld in kleinen Scheinen. Die Beamten stellten alles sicher und eröffneten ein Ermittlungsverfahren wegen eines Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln. An der nahe gelegenen Friedensstraße begutachteten sie wenig später das Mofa eines 37-jährigen Tschechen. Das motorisierte Gefährt verfügte nicht über eine notwendige Versicherung.

In Hagenwerder fuhren ein 21 sowie ein 58 Jahre alter Mann am späten Vormittag an der dort errichteten Kontrollpunkt heran. Das Problem: Die beiden besaßen keine Fahrerlaubnis. So endete die Reise. Ähnlich erging es später einem 29-jährigen Polen an der Görlitzer Stadtbrücke. Der Mann durfte innerhalb Deutschlands keine Kraftfahrzeuge steuern. Ermittlungen folgten.

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Polizei und Zoll haben an Übergängen nach Tschechien und Polen Personen sowie Fahrzeuge angehalten - und deckten verschiedene Verstöße auf.

Am späten Nachmittag stießen sowohl Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), als auch Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar zu den Einsatzkräften in Zittau, um sich ein persönliches Bild der Kontrollen zu machen.
Am späten Nachmittag stießen sowohl Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU), als auch Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar zu den Einsatzkräften in Zittau, um sich ein persönliches Bild der Kontrollen zu machen. © Rafael Sampedro

Auf dem Parkplatz Neiße an A4 eröffneten die Beamten ebenfalls drei Verfahren wegen des Verdachts eines Fahrerlaubnisverstoßes. Ein 40- sowie zwei 44-jährige Polen konnten keine gültigen Führerscheine vorzeigen. Ein Litauer und ein Pole erreichten unabhängig voneinander den Parkplatz in nicht mehr zugelassenen Autos, die jeweils französische Kennzeichen trugen. Auch hier laufen nun Untersuchungen. Eine 18-jährige Polin trug eine geringe Menge Marihuana, ein Russe indes mehrere Gramm des Rauschgiftes bei sich. Die Polizisten stellten auch in diesem Fall die Betäubungsmittel sicher.

Ein Pole fuhr statt der erlaubten Tempo 80 mit 73 Kilometer pro Stunde mehr an der Lasermessstelle an der Autobahn vorbei. Die Beamten beschlagnahmten hierauf 750 Schweizer Franken als Sicherheitsleistung im Rahmen des Bußgeldverfahrens.

Im Fokus der Bundespolizisten standen insbesondere die Aufklärung von ausländerrechtlichen und die Entdeckung von Urkundendelikten. Dort leiteten sie Ermittlungen gegen zwei Ukrainer wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ein.

So verwickelte sich eine 50-Jährige während ihrer Kontrolle in Widersprüche. Zudem konnten belastende Hinweise bei ihr gefunden werden, die auf Schwarzarbeit hindeuten, berichtet die Bundespolizei. Der Verdacht: Die Beschuldigte hat in Osthessen ohne Genehmigung in der häuslichen Pflege gearbeitet. Stundenaufzeichnungen eines 44-Jährigen deuteten darauf hin, der Mann könnte seit nahezu zwei Monaten in Frankfurt am Main unerlaubt als Bauarbeiter tätig gewesen sein.

Am Nachmittag fanden die Polizisten im Fahrzeug eines 56-jährigen Niederländers einen Elektroschocker. Diese erweckte den Anschein, eine Taschenlampe zu sein. Die Beamten stellten die Waffe sicher und eröffneten ein Ermittlungsverfahren.

Erst am Dienstag vergangener Woche folgte eine Komplexkontrolle von Polizei und Zoll in ähnlicher Größe.

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