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173 Teilnehmer trumpfen auf

Zum 48. Mal wird in der Sporthalle Clennen das Skatturnier ausgetragen. Viele der Spieler sind Stammgäste.

© André Braun

Von Helene Krause

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Die Stadtwerke Döbeln haben den Wunsch der Fans erkannt und verlängern das Winterdorf mit überdachter Eisbahn und beheiztem Hüttengaudi-Festzelt bis 22.12.

Bockelwitz. Einer, der schon zum zehnten Mal beim Turnier dabei ist, ist Peter Kolbe aus Fuchshain bei Naunhof. „Ich spiele seit 60 Jahren Skat“, sagt der 79-jährige Rentner, der früher als Zimmermannsmeister tätig war. Was ihn am Skaten gefällt, ist nicht nur die Freude am Spiel. Auch das System, das gespielt wird und die guten Gegenspieler begeistern ihn immer wieder. Bei jedem Turnier fiebern seine Frau, die beiden Söhne und die Tochter mit.

Das Skatspiel hat in Clennen eine lange Tradition. Schon früher trafen sich im Gasthof des Ortes Skatspieler. Auch kleine Turniere wurden veranstaltet. „Daran nahmen 28 bis 30 Spieler teil“, sagt der Vorsitzende des Ortschaftsrates Bockelwitz Michael Heckel. Als der Gasthof abgerissen und die Sporthalle an dessen Stelle gebaut wurde, dachte man sich, das Skatspielen beizubehalten und die Halle für Skatturniere zu nutzen. 1994 fand das erste Turnier in der Sporthalle statt. Seit dem treffen sich die Skatfreunde mindestens zweimal im Jahr, im Februar und im November. In all den Jahren ist das Skatturnier in Clennen ein Höhepunkt im Landkreis Mittelsachsen und darüber hinaus geworden. Dank zahlreicher Sponsoren und vieler Sach- und Geldspenden können zu den Turnieren viele Einzel-, Mannschafts- und Sonderpreise ausgereicht werden.

Am 48. Skatturnier beteiligen sich 173 Spieler, meist Männer mittleren und älteren Jahrgangs. Sogar aus Potsdam, Görlitz, Dessau und anderen Regionen sind Skatfreunde angereist. Der am weitesten entfernt wohnende Turnierteilnehmer kommt aus Hof in Bayern. Der älteste Skatspieler, Norbert Meier aus Döbeln, ist 88 Jahre alt. Auch acht Frauen sind dabei. Martina Paulus schaffte als beste Frau Platz 10.

Beste Mannschaft wurde das Team „Pfennig Udo“ aus Dresden, bester Spieler war Stefan Mädebach aus Döbeln. Die ewige Liste führt Werner Lantsch aus Brösen vor Jürgen Lehmann und Andreas Lehmann an.