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Riesa

18.000 Parkplätze und 40.000 Bus-Kilometer

Irgendwie müssen 300 000 Gäste in eine 30 000-Einwohner-Stadt kommen. Am Konzept wurde seit Monaten geplant.

Die Busfahrer müssen am Wochenende Sonderschichten einlegen.
Die Busfahrer müssen am Wochenende Sonderschichten einlegen. ©  Klaus-Dieter Brühl

Riesa. Wie ändern sich die Zeiten: 1999 richtete Riesa noch 80.000 Parkplätze für Besucher ein, dieses Mal sind es für den Tag der Sachsen nur noch 18.000. Tatsächlich geht man beim Veranstalter davon aus, dass deutlich mehr Leute als früher mit Bus und Bahn zum großen Volksfest kommen. 

Die Bedingungen dafür jedenfalls sind da: Riesa ist am Wochenende von Dresden aus zwei Mal pro Stunde mit dem Regionalzug zu erreichen, diverse Sonderzüge machen es möglich. Und ICs und ICEs halten ohnehin in der Stahlstadt, die auf halbem Weg an der Bahntrasse Dresden-Leipzig liegt.

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Ab Dresden Hbf. sind rund 50 Minuten Fahrzeit einzuplanen – dazu kommen in Riesa noch zehn Minuten Fußweg bis zum Festgebiet. Insgesamt bietet der Verkehrsverbund VVO mit seinen Partnern mehr als 200 zusätzliche oder verlängerte Züge an. Gleichzeitig fahren rund um das Festwochenende die Linienbusse mehr als 14.000 Extra-Kilometer. 

Damit wird Riesa nicht nur an Dresden, Leipzig und Chemnitz besser als sonst angebunden, sondern auch an das Muldental und Südbrandenburg. Anders als sonst fahren auch die Busse ins Umland und in der Stadt bis tief in die Nacht. Der VVO empfiehlt für Gruppen bis fünf Personen die Kleingruppenkarte, die für zwei Tarifzonen 22 Euro und für das ganze Verbundgebiet 29,50 Euro kostet.

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Wer trotzdem mit dem Auto kommen möchte, sollte die Innenstadt weiträumig meiden. Für zehn Euro kann man auf einem der vier Großraumparkplätze parken, die an der B 169 bei Röderau-Süd, am Flugplatz Göhlis und bei Groptitz – westlich der Stadt – ausgeschildert sind. Im Preis inbegriffen ist der Shuttlebusverkehr, der ständig von den Parkplätzen aus ins Festgebiet und zurück fährt. Achtung: Festbesucher müssen auf dem Rückweg an derselben Haltestelle in den Shuttlebus steigen, an der sie ausgestiegen sind – sonst landen sie auf dem falschen Großraumparkplatz.

Von der Fläche Röderau-Süd an der B 169 fährt der Shuttlebus bis zur Haltestelle Klötzerstraße/Muskator; von den beiden Parkplätzen am Flugplatz Göhlis geht die Route zur Haltestelle Käferberg; von Groptitz aus zur Sachsenarena.

Immerhin bleiben Elbbrücke und B 169 dieses Mal beim Tag der Sachsen für den Verkehr geöffnet. Das war 1999 anders, damals führte die Bundesstraße noch mitten durch das Festgebiet – die Verlegung auf eine neue Trasse erleichtert heute die Situation für den Durchgangsverkehr. Der äußere Sperrkreis, der nur mit einer Vignette zu befahren ist, beginnt gleich östlich der Elbbrücken und reicht an der Elbe bis zum Stadtpark, von dort etwa bis zum Krankenhaus und hinab zur Rostocker Straße. Die Festzeiten sind Freitag, 14 bis 1 Uhr, Sonnabend, 10 bis 1 Uhr und Sonntag, 10 bis 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.