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Riesa

18-Jähriger stirbt bei Unfall auf der B 101

Bei Frauenhain stoßen zwei Autos voller junger Leute zusammen. Für einen Beifahrer kommt jede Hilfe zu spät.

Auf der B 101 bei Frauenhain stoßen in der Nacht zu Sonntag ein VW Lupo und ein Ford zusammen. Ein Beifahrer stirbt, sechs Menschen werden teils schwer verletzt.
Auf der B 101 bei Frauenhain stoßen in der Nacht zu Sonntag ein VW Lupo und ein Ford zusammen. Ein Beifahrer stirbt, sechs Menschen werden teils schwer verletzt. © Foto: Feuerwehr Elbe-Elster

Röderaue. Ein toter 18-Jähriger, vier Schwerverletzte, zwei Leichtverletzte – das ist die Bilanz eines Unglücks, das sich in der Nacht zu Sonntag auf der B 101 bei Frauenhain zugetragen hat. Dort war um 23.48 Uhr ein 20-Jähriger mit einem VW Lupo in Richtung Elsterwerda unterwegs. Kurz vor der Landesgrenze Sachsen/Brandenburg kam er mit seinem Auto in einer Linkskurve auf die Gegenfahrbahn – wo er mit einem entgegenkommenden Ford Mondeo zusammenstieß.

Ursache dafür war laut Polizei die glatte Fahrbahn – und nicht angepasste Geschwindigkeit. Beim Unfall wurde der 18-jährige Beifahrer des VW  tödlich verletzt. Der Fahrer und eine weitere Insassin – 17 Jahre alt – wurden schwer verletzt. Ebenso die 20-jährige Fahrerin des Ford und deren 26-jähriger Beifahrer. Zwei weitere Insassen im Alter von 23 und 22 Jahren erlitten leichte Verletzungen.

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Viele Verletzte, ein Toter: Für die Feuerwehrleute war das kein alltäglicher Einsatz. „Das konnte man ihren Gesichtern ansehen“, sagt Mario Harnisch, stellvertretender Kreisbrandmeister des Kreises Elbe-Elster. Zum Unglücksort waren ausschließlich brandenburgische Wehren alarmiert worden, weil man zunächst davon ausging, dass der Unfallort schon auf der nördlichen Seite der Landesgrenze lag. Etwa 25 Einsatzkräfte aus den umliegenden Gemeinden waren vor Ort, auch der Rettungsdienst kam aus dem Kreis Elbe-Elster.

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Der Unfall auf der B 101 bei Frauenhain ging auch an den Rettungskräften nicht spurlos vorbei. Notfallseelsorger kamen zum Einsatz.

Sowohl Ersthelfer als auch Feuerwehrleute wurden noch vor Ort vom Kriseninterventionsteam betreut. „Es herrschte gedrückte Stimmung“, sagt Harnisch, der selbst mit vor Ort ausrückte. Mehr als drei Stunden lang war die Feuerwehr im Einsatz, bis der Unfallort gegen drei Uhr nachts an die Polizei übergeben wurde. Für die Rettungs- und Bergemaßnahmen musste die  B 101, die von Meißen und Großenhain weiter nach Elsterwerda führt, bis um 4.08 Uhr voll gesperrt werden.

Der Unfallschaden wird auf etwa 7.000 Euro beziffert. (SZ/csf)