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Döbeln

19.000 Euro für Ostrauer Wilden Mann

Der Bund unterstützt die Sanierung des Kulturdenkmals. Im Ballsaal gibt es zwei Projekte, die 2020 fertig werden sollen.

Der "Wilde Mann" in Ostrau.
Der "Wilde Mann" in Ostrau. © Archiv/André Braun

Ostrau. Sie sei erstaunt gewesen und habe sich gleichzeitig gefreut, sagt Monika Fischer, Vorsitzende des Fördervereins „Wilder Mann“ Ostrau. Als sie davon erfuhr, dass der Verein 19.000 Euro aus dem Programm „National wertvolle Denkmale“ des Bundes erhält, hatte sie selbst die Förderzusage noch gar nicht in der Hand.

Nun hofft sie noch auf einen finanziellen Zuschuss vom Land Sachsen. Dann kann die Sanierung im ehemaligen Gasthof „Wilder Mann“ weitergehen. Die Arbeiten haben sich zuletzt auf den Saal in der ersten Etage konzentriert. Im Sommer 2016 haben die Restauratoren von Höhne und Steude aus Leisnig begonnen, Wände und Decken von DDR-Übermalungen zu befreien und ihnen ihre einstige Schönheit zurückzugeben.

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Ein Großteil ist inzwischen geschafft. Übrig sind acht Säulen und der historische Spiegel. Die sollen noch in diesem Jahr aufgearbeitet werden. „Dabei werden die alten Farben freigelegt, Fehlbereiche ergänzt und die Oberflächen neu gefasst“, so Monika Fischer. Sie ist besonders der CDU-Bundestagsabgordneten Veronika Bellmann dankbar, dass sie sich Jahr für Jahr wieder für den Ostrauer Verein einsetzt.

Für den hat die Corona-Krise auch einige Probleme mit sich gebracht. „Die Räume des Wilden Mannes waren bereits für fast jedes Wochenende vermietet“, sagt die Vereinschefin. Darunter waren eine Trauung mit Hochzeitsfeier, eine Diamantene Hochzeit und einige andere Familienfeiern. All das musste aufgrund der Pandemie abgesagt werden. Von den Einnahmen solcher Vermietungen, die nun fehlen, bestreitet der Verein die laufenden Kosten.

Aber das Geld von Bund und Land, das jetzt avisiert ist, werde diese Lücke nicht füllen, sondern ausschließlich für die Sanierung des Saales verwendet, versichert Monika Fischer.

Der „Wilde Mann“ Ostrau ist eins von 19 Projekten in Sachsen, die mit reichlich drei Millionen Euro gefördert werden. Deutschlandweit stehen 50 Millionen Euro zur Verfügung.

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