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21-Jähriger schlägt Scheibe ein und stellt sich

Wohl aus Frust tritt der Mann das Schaufenster ein und verschwindet. Kurz darauf zeigt er sich bei der Polizei selbst an.

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Von Jens Ostrowski

Haben ihn schlechte Nachrichten am Telefon aggressiv gemacht? Eine Gruppe Jugendlicher hält sich in der Nacht zum Mittwoch auf einem Nachbargrundstück zu einem Matratzengeschäft auf der Lommatzscher Straße auf. Ein junger Mann entfernt sich telefonierend und betritt das Gelände des Matratzen-Geschäfts. Plötzlich nimmt er Anlauf und tritt gegen die Schaufensterscheibe, die in Tausend Teile zerspringt. Eine Zeugin beobachtet, dass die jungen Leute, darunter auch der 21-jährige Täter, hastig in ein Auto einsteigen und davonbrausen. Sie notiert sich das Kennzeichen und ruft die Polizei, die eine Fahndung nach der Jugendgruppe ausgibt. Doch bevor sie gefasst werden, stellt sich der junge Mann selbst der Polizei. Er betritt das Revier Riesa und zeigt sich selbst an.

Polizeichef Hermann Braunger kann Täter nur ermutigen, sich selbst zu stellen. „In vielen Fällen mildert ein solches Verhalten die Strafe“, erklärt er. In diesem konkreten Fall sei das Verhalten für den Täter glücklich gewesen, weil die Ermittler über das Kennzeichen so oder so wohl einen schnellen Fahndungserfolg gehabt hätten.

Der Schaden der zerstörten Scheibe liegt laut Polizeiangaben bei etwa 500 Euro.