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Bautzen

24 000 Oberlausitzer sind unterbeschäftigt

Wer sich weiterbildet, Praktika absolviert oder krank ist, gilt nicht als arbeitslos. In der Statistik tauschen diese Menschen dennoch auf.

© dpa

Bautzen. Im April nahmen in der Oberlausitz 6 137 Personen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil oder standen aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Darüber informierte jetzt die Arbeitsagentur Bautzen. 1 313 von ihnen nahmen an Weiterbildungen teil. 1 065 absolvierten eine sogenannte Aktivierungsmaßnahme, dazu zählen beispielsweise Praktika in Betrieben. 459 Arbeitslose waren krank gemeldet und standen deshalb nicht für den Arbeitsmarkt bereit.

Sie alle gelten während der Zeit ihrer Qualifizierungen, Praktika oder Krankheiten nicht als arbeitslos, sondern als unterbeschäftigt. „Niemand wird in der Statistik versteckt“, betont Thomas Berndt, Chef der Bautzener Arbeitsagentur. Die Unterbeschäftigung als Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen belief sich in diesem April in der Oberlausitz auf insgesamt 24 314 Menschen. Dabei lag aktuell der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 74,8 Prozent. (SZ/tbe)

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