merken

300 Hektar weitere Weinbauflächen

Der Landkreis hat zwei Jahre lang geprüft, wo künftig aufgerebt werden könnte.

© Sebastian Schultz

Meißen. Sachsens Winzer müssen sich nur noch wenige Wochen gedulden. Für Anfang Mai hat das Landratsamt jetzt angekündigt, im Internet einen Atlas zu veröffentliche, der zeigt, in welchen Steil- und Hanglagen in Zukunft neue Weinstöcke gepflanzt werden könnten.

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Zuvor hatte die Behörde eigenen Angaben zufolge zwei Jahre lang geprüft, wo Naturschutz Vorrang hat und wo die Chancen gut stehen, dass aufgerebt werden darf. Beteiligt an dem Verfahren waren einer Information aus dem Landratsamt zufolge auch Weinbauverband sowie Planungsverband.

Wie es in einem Überblick zu den ersten Ergebnissen der gut 52 000 Euro teuren Studie heißt, wurden weniger schützenswerte Biotope erfasst als erwartet. Daher sei es nicht möglich, einen Biotopverbund herzustellen. Stattdessen sollen ausreichend große Kern- und Verbindungsflächen gesichert werden. Zu diesem Zweck sind laut Amt rund 1 100 Hektar Land unverzichtbar. Mögliche Weinbauflächen umfassten insgesamt 300 Hektar auf Ackerstandorten, davon eine etwa 60 Hektar große, zusammenhängende Fläche. Aufgrund der geringen Größe des Anbaugebiets besteht bei vielen sächsischen Winzern der Wunsch, ihre Flächen auszuweiten. (SZ/pa)