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Dresden

32-jähriger Dresdner beleidigt Polizistin

Eigentlich wollte der Mann selbst eine Anzeige aufgeben. Dann nahm die Geschichte aber einen anderen Verlauf.

© Archiv/Patrick Seeger/dpa

Dresden. Eigentlich wollte er eine Anzeige bei der Polizei aufgeben, nun wird gegen ihn selbst ermittelt. Ein 32-jähriger Deutscher hat am Sonntagabend auf dem Wiener Platz die Bundespolizei angesprochen. Er erklärte, er wolle eine Anzeige aufgeben. Die Beamten baten ihn daraufhin in ihre Wache im Hauptbahnhof. Darauf reagierte der Mann ungehalten und fing an, die Beamten zu beleidigen. Sie forderten ihn auf, das zu lassen, eine Anzeige gab er zunächst nicht auf.

Kurz darauf erschien der 32-Jährige in Begleitung einer Freundin in der Wache, welche sich in der Haupthalle des Bahnhof befindet. Er berichtete, er sei gerade von Ausländern beleidigt und geschlagen worden. Allerdings machte der Betrunkene widersprüchliche Angaben und beleidigte die Beamten auch in ihren Diensträumen. "Unaufhörlich" habe er Beleidigungen ausgesprochen, berichteten sie am Montag.

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Dann kam eine Frau in die Wache. Es handelte sich um eine Polizeischülerin. Sie teilte ihren Kollegen mit, sie sei von genau diesem Mann beleidigt worden. Die türkischstämmige Frau war am Sonntag privat im Hauptbahnhof unterwegs. Der 32-Jährige beließ es nicht bei verbalen Beleidigungen, als er ihr begegnete. Er zeigte ihr auch den ausgestreckten Mittelfinger.

Das Ergebnis der Ermittlungen: Die Behauptungen und Anschuldigungen des Dresdners bestätigten sich nicht. Im Gegenteil, er muss sich nun wegen Beleidigung verantworten. Außerdem prüft die Polizei, ob er wegen Vortäuschens einer Straftat bzw. falschen Verdächtigungen belangt werden muss. (SZ/csp)

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