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33-Jähriger soll Jobs bringen

Matthias Hoyer verstärkt ab April als Wirtschaftsförderer von Bischofswerda die Stabsstelle von OB Große. Beide Herren kennen sich gut.

© Thorsten Eckert

Von Gabriele Naß

Bischofswerda. Die von Bischofswerdas OB Holm Große 2015 im Wahlkampf und bei Amtsantritt beschriebene wichtigste offene Stelle im Rathaus kann jetzt mit einiger Verzögerung besetzt werden. Ab April hat die Stadt damit einen Vollzeit-Wirtschaftsförderer: Matthias Hoyer (33) –  verantwortlich für das Finden von Investoren, die Förderung ansässiger Unternehmen, für Stadtmarketing, Netzwerke...

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Matthias Hoyer
Matthias Hoyer © privat

Die Stelle war ausgeschrieben. Der junge Matthias Hoyer setzte sich im Dezember gegen 42 Mitbewerber durch. Große kennt ihn gut aus seiner Zeit als Geschäftsführer der Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien; Hoyer ist dort seit 2013 Marketingleiter. Große räumt auf Nachfrage ein, froh darüber zu sein, sich jemanden ins Haus holen zu können, „der meine Arbeitsweise kennt“. Der Neue im Team von Großes Stabsstelle habe sich aber in einem fairen Verfahren durchsetzen müssen. Vier Bewerber waren zum Gespräch eingeladen, das Personalrat und Gleichstellungsbeauftragter begleitet haben. Laut Große war der Stadtrat fortlaufend informiert.

In Demitz geboren

Bei Hoyer vertraut Große auf Qualifikationen, Erfahrungen und Arbeitsweise: „Er ist mir bekannt als jemand, der Biss hat und Taten sprechen lässt. Er hat ein etabliertes nationales und internationales Netzwerk.“ Mit ihm bekomme Bischofswerda „einen unternehmerisch denkenden Macher“. Hoyer wurde bei Demitz geboren, aufgewachsen ist er in Bautzen und Lohsa. Vor seiner Zeit bei der Marketinggesellschaft war er unter anderem leitender Senior Manager der international agierenden Agentur Avantgarde, zu deren Kunden unter anderem die Semperoper, die Staatlichen Kunstsammlungen und die Gläserne Manufaktur in Dresden gehören. Matthias Hoyer spricht mehrere Fremdsprachen.

Große legte Wert darauf, dass Bischofswerda trotz schlechter Finanzen die neue Stelle finanziert. Er will mehr Erfolg bei der wirtschaftlichen Entwicklung als bisher, für ihn der Schlüssel für Wohlstand in der Stadt. Im Moment arbeitet Große nach eigenen Angaben noch selbst unter anderem an Exposés über Schiebock unter anderem für die Hannover-Messe im April. Deutsche und Schweizerische Firmen vor allem will man da kontaktieren. Die Erfahrung lehre, dass es für drei, vier Termine 300, 400 Anfragen braucht. –  Viel Arbeit wartet auf den Wirtschaftsförderer und sein Team, darunter eine Verantwortliche für Stadtmarketing. Eine Vollzeitstelle Wirtschaftsförderung hatte die Stadt bisher nicht.