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Dresden

333 Menschen spenden für tote Kinder

Die Anteilnahme an dem schrecklichen Familiendrama in der Neustadt ist groß: Weit mehr als die erhoffte Summe ist schon jetzt zusammengekommen.   

Nicht nur vor Ort bringen Menschen ihr Mitgefühl zum Ausdruck, viele haben auch schon für die Mutter der getöteten Kinder Geld gespendet. © Christian Juppe

Die Dresdner fühlen mit der Mutter der zwei Kinder, die am vergangenen Donnerstag in der Neustadt umgebracht worden sind. Diesen Schluss lässt eine Spendenaktion zu, die der Kinderarzt Sascha Ifflaender ins Leben gerufen hat und bei der binnen zwei Tagen das Doppelte der ursprünglich avisierten Spendensumme zusammengekommen ist. 5 000 Euro wollte er sammeln, um damit eine Reise der Mutter mit ihren toten Kindern in ihr Geburtsland Senegal zu finanzieren. 

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Fast 10 300 Euro sind binnen zwei Tagen auf dem Spendenkonto eingegangen. Ifflaender war sich am Dienstag noch nicht sicher, ob das Geld für die Reise reichen würde, inzwischen hat er das Spendenziel auf 10 000 Euro erhöht. 333 Menschen haben bis zum Mittwochmittag gespendet. Die Aktion soll noch bis zum kommenden Montag laufen, sagte Ifflaender der SZ. Kommt mehr Geld zusammen, als für die Reise gebraucht wird, soll die Familie der Mutter über die weitere Verwendung entscheiden. 

Die Spendenaktion für die Kinder läuft auf der Internetplattform Gofundme. (SZ/csp)