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36 Riesaer wollen Schöffe werden

Das Amt des Laienrichters bleibt gefragt – anders als eine andere ehrenamtliche Aufgabe.

© Symbolbild/dpa

Von Stefan Lehmann

Riesa. Während die Stadtverwaltung seit Monaten nach geeigneten Kandidaten für das Amt des Friedensrichters sucht, ist die Nachfrage nach Schöffen weiter groß. In seiner vergangenen Sitzung bestätigte der Stadtrat die Bewerberliste für die Laienrichter, die 2019 als Schöffen am Amtsgericht ihre Arbeit aufnehmen könnten. 21 Kandidaten musste Riesa benennen, am Ende fanden sich sogar 36 Bewerber für das Ehrenamt. Final ist diese Liste noch nicht: Sie muss noch für eine Woche öffentlich ausgelegt werden. Anschließend wird sie an das Amtsgericht übermittelt, erklärt dessen Leiter Herbert Zapf. „Bei uns kommen dann die Listen aller Kommunen im Gerichtsbezirk zusammen und durchlaufen eine Überprüfung.“ Unter anderem kontrolliere das Amtsgericht, ob die Kandidaten auch wirklich nicht vorbestraft sind und ob ein Insolvenzverfahren gegen ihn läuft. Danach entscheidet eine Kommission über die Schöffen für die neue Wahlperiode. Gewählt werden Schöffen jeweils für fünf Jahre, die nächste Amtszeit läuft also vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2023. Das Schöffengericht setzt sich dabei aus zwei dieser Laien und einem hauptamtlichen Richter zusammen. Bei der Urteilsfindung ist eine Schöffenstimme gleichwertig wie die des vorsitzenden Richters, sodass die Schöffen theoretisch zusammen den Richter überstimmen können.

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