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37 901 Entladungen am Himmel

Nirgendwo hat es 2017 öfter geblitzt als im Freistaat. Die Liste in Sachsen führen zwei östliche Landkreise vor den Bergregionen an. Dresden rangiert dagegen weit hinten.

© Bernd März/dpa

Dresden/München. Sachsen war 2017 das blitzreichste Bundesland. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens verzeichnet nach Angaben vom Donnerstag 37 901 Erdblitze für den Freistaat, der damit - gemessen an der Landesgröße - vor Hessen und Berlin liegt.

Auch bei der Blitzdichte liegt Sachsen an der Spitze der Länder, im Schnitt waren es gut zwei pro Quadratkilometer. Mit 5 227 sowie 5 221 Blitzen am häufigsten traf es dabei die Landkreise Bautzen und Görlitz in Ostsachsen, es folgen Erzgebirgs- (4 884) und Vogtlandkreis (3 589). Schlusslichter sind Chemnitz (406) und Dresden (406), das mit reichlich einem Blitz pro Quadratkilometer Rang 9 unter den deutschen Landeshauptstädten belegt.

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Und warum zucken besonders viele Blitze über Sachen? Seine besondere Lage ist Schuld daran, dass hier oft atlantische Luftmassen aus dem Westen mit kontinentalen aus dem Osten konkurrieren. In Sachsen gibt es auf seine Gesamtfläche bezogen viele Gebirge. Und das Erzgebirge liegt zudem sehr blitz-freundlich quer zu den vorherrschenden Wetterlagen. Dabei müssen die meisten Blitze gar nicht im Gebirge selbst einschlagen. Die Berge lösen die Gewitter zwar oft aus, so richtig entwickeln und wachsen können sie dann aber bei ihrer Drift übers Land.

Bundesweit betrachtet hat es nirgendwo häufiger geblitzt als in Garmisch-Partenkirchen (Bayern). In der Region schlugen im Schnitt 3,5 Blitze pro Quadratkilometer ein. Auf den Plätzen folgen die Landkreise Main-Taunus und Gießen (Hessen). Blitzhauptstadt war Mainz (Rheinland-Pfalz).

Blitze entstehen bei Gewittern, damit entlädt sich das elektrische Spannungsfeld zwischen warmen feuchten sowie kälteren Luftmassen. Die dabei erzeugte elektromagnetische Welle kann über mehrere hundert Kilometer hinweg gemessen werden. Der Blitz-Informationsdienst von Siemens greift auf Daten von rund 160 Mess-Stationen zurück, die unter anderem von Stromnetzbetreibern und Versicherungen abgefragt werden. (dpa/SZ)

>>> Informationen zum Thema Blitze auf der Siemens-Homepage