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Dresden

414 Tage, 15.000 Kilometer, 15 Länder

Allein durchfuhr Anselm Pahnke mit dem Fahrrad Afrika. Am Freitag nimmt er die Besucher der Filmnächte ein Stück mit. 

Anselm Nathanael Pahnke erlebte Afrika per Rad hautnah.
Anselm Nathanael Pahnke erlebte Afrika per Rad hautnah. © privat

Als seine Freunde die Reise nach wenigen Tagen abbrachen, musste sich Anselm Nathanael Pahnke entscheiden: Auch umkehren oder allein, nur mit seinem Fahrrad, in die südafrikanische Kalahari-Wüste aufbrechen? Der Geophysiker, der sich selbst aber lieber als Lebenskünstler sieht, wagte das Abenteuer. Insgesamt 414 Tage war er allein unterwegs, legte 15.000 Kilometer zurück und durchquerte 15 Länder. „Ich habe weder Bus, noch Bahn genutzt, und ich habe während der kompletten Reise darauf verzichtet, Trinkwasser zu kaufen“, sagt der 30-Jährige. „Ich wollte Afrika erleben, wie es wirklich ist.“

Um die Einsamkeit einzufangen, filmte sich Pahnke während seiner Reise immer wieder selbst. Nach seiner Rückkehr 2014 verschwanden die Aufnahmen zunächst für vier Jahre im Schrank. Dann erst stieß ein Freund auf die Videos und bat Pahnke, daraus einen Film schneiden zu dürfen.

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Im Dezember vergangenen Jahres wurde „Anderswo. Allein in Afrika“ erstmals in einem Hamburger Kino gezeigt. Die Vorstellung war ausverkauft. Von da an ging es schnell. Inzwischen haben bereits mehr als 80.000 Menschen das verfilmte Tagebuch gesehen und es damit mal eben zur erfolgreichsten deutschen Kino-Doku des Jahres gemacht. „Ich kann das noch immer schwer glauben“, sagt Pahnke. „Und das mit einer 200-Euro-Kamera.“

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Auf einer Open-Air-Tour durch mehr als 30 deutsche Städte macht sein Film am Freitag Station bei den Filmnächten am Elbufer in Dresden. Ab 21 Uhr wird hier „Anderswo. Allein in Afrika“ gezeigt. Nach dem Film wird es noch ein Gespräch vor der Leinwand geben. Pahnke selbst wird dafür extra von Berlin aus anreisen. Selbstverständlich mit dem Fahrrad. (SZ/hbe)

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