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Döbeln

46 freie Lehrstellen bei Baufirmen im Kreis

In ganz Sachsen sind noch rund 500 Ausbildungsplätze zu vergeben. 

Fachkräfte werden „händeringend“ gesucht. Auch bei der Sanierung von Straßen, Schienen und Gebäuden bleibt der Bedarf an Spezialisten hoch.
Fachkräfte werden „händeringend“ gesucht. Auch bei der Sanierung von Straßen, Schienen und Gebäuden bleibt der Bedarf an Spezialisten hoch. © Symbolfoto: Dietmar Thomas

Landkreis. Im Landkreis Mittelsachsen haben Schulabgänger weiterhin gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz im Bauhauptgewerbe. Aktuell gibt es bei Baufirmen im Kreis noch 46 freie Plätze. Darauf weist die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hin. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in ganz Sachsen noch rund 500 Ausbildungsstellen in der Branche zu vergeben.

„Eine Ausbildung zum Maurer, Zimmerer oder Straßenbauer ist nicht nur gut bezahlt, sondern bietet auch solide Job-Perspektiven. Gebaut wird immer“, sagt Bernd Günther. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Nord-West-Sachsen geht davon aus, dass Facharbeiter auch in den nächsten Jahren „händeringend“ gesucht werden. „Allein mit Hilfskräften zieht man kein Haus hoch“, so Günther. Auch bei der Sanierung von Straßen, Schienen und Gebäuden bleibe der Bedarf an Spezialisten hoch.

Wer den Pfennig nicht ehrt

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Die Gewerkschaft rät dazu, sich nach einem Ausbildungsplatz nach einem tariftreuen Innungsbetrieb umzusehen. Dort stehen Bau-Azubis im Branchenvergleich in puncto Bezahlung an der Spitze, wie eine Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigt. Ein angehender Maurer kommt demnach im ersten Ausbildungsjahr auf 765 Euro pro Monat. Im zweiten Jahr liegen die Vergütungen bei 970 Euro, im dritten sind es 1.190 Euro.

Nach der Lehre können sich Gesellen fortbilden und es bis zum Polier oder Bauleiter bringen. „Die Branche bietet dabei große Chancen für Geflüchtete. Vom gemeinsamen Berufsschulweg übers Betonieren bis zur Mittagspause – Integration gelingt vor allem im Job“, sagt Günther. Nach Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) arbeitet bundesweit jeder fünfte Auszubildende aus einem Flüchtlingsherkunftsland im Baugewerbe. (DA/vt)