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4,7 Millionen Euro für Brückenbau

Döbeln muss nur zehn Prozent der Bausumme aufbringen. Im Frühjahr soll der Baustart sein.

© André Braun

Von Jens Hoyer

Döbeln. Es war ziemlich klar, dass die Stadt Geld für den Neubau der Brücke Schillerstraße bekommt. Seit Montag ist die Finanzierung auch ganz offiziell gesichert. Staatssekretär Stefan Brangs (SPD) brachte den Fördermittelbescheid vorbei. „Das ist ein wichtiger Termin für die Verkehrsinfrastruktur in Sachsen“, sagte er. 4,7 Millionen Euro erhält die Stadt als Zuschuss vom Freistaat. Das sind 90 Prozent der Gesamtkosten von rund 5,5 Millionen Euro.

Stars im Strampler aus Döbeln
Stars im Strampler aus Döbeln

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Fürs offizielle Foto marschierte Brangs mit Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer (CDU) über die Muldenwiese, die die Stadt für ihr Bauvorhaben gekauft hat. Im Herbst werden da, wo heute kniehohes Gras steht, die ersten vorbereitenden Arbeiten beginnen. Vor Baubeginn sollen durch Spezialisten die geschützten Zauneidechsen eingesammelt und umgesiedelt werden. Im April 2019 würde dann der Brückenbau beginnen. Abschluss wäre im August 2020“, so Oberbürgermeister Egerer. „Wir stehen vor dem Beginn eines Projektes, an dem seit 100 Jahren geplant wird. Sie gehen in die Geschichte Döbelns ein“, sagte er zum Staatssekretär. Derzeit laufen die fortführenden Planungen. Im Herbst sollen auch die Archäologen das Gelände begutachten.

Die Brücke aus Spannbeton wird rund 95 Meter lang und spannt sich in vier Feldern über den Fluss und das Vorland. Der Untergrund ist heikel. Sie muss auf 14 Meter lange Pfähle gegründet werden. Zum Schutz der Anwohner sind 170 Meter Schallschutzwände vorgesehen.