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50 Tage Haft statt Prag-Fahrt

Bei der Kontrolle eines Reisenden am frühen Samstagabend auf dem Dresdner Hauptbahnhof durch die Bundespolizei fanden die Beamten viel Verbotenes und änderten spontan die Reisepläne des Mannes.

© dpa

Dresden. Am Samstag gegen kurz nach 19 Uhr kontrollierten Bundespolizisten auf dem Bahnsteig einen Mann, der eigentlich in den internationalen Reisezug in Richtung Prag einsteigen wollte.

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Dazu kam es dann allerdings nicht, denn nach einem schnellen Abgleich der Daten stellten die Beamten fest, dass der Berliner in seiner Heimatstadt noch eine Rechnung mit der Justiz offen hatte, und zwar in Höhe von 500 Euro. Da der 21-Jährigen den Haftbefehl nicht durch Zahlung der geforderten Summe neutralisieren konnte, verwandelten die Polizisten den Geldwert nach geltendem Recht in eine 50-tägige Gefängnisstrafe.

Das bedeutete für den Neo-Häftling auf dem Revier in Dresden erst einmal – Taschen leeren. Und dabei kam allerhand illegales zum Vorschein: zwei Cliptütchen mit Speed, ein Schlagring, ein Einhandmesser - sowie ein Fahrzeugschein.

Auch den konnten die Beamten fix zuordnen, da ihn das behördeneigene Fahndungssystem als gestohlen registriert hatte - als Ergebnis eines Auto-Einbruchs in Berlin. Auf das Dokument angesprochen, gab der 21-Jährige laut Polizei an, dass er sich an den Vorfall nicht mehr genau erinnern könne da „zu viel Stoff im Spiel war“.

Nach dem Absitzen der Haftstrafe wird sich der Mann gleich wieder verantworten müssen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie das Waffengesetz und der Fahrzeugschein spielt gewiss auch noch eine Rolle. (szo)

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