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5 000 Euro zur Sprachförderung

Innenminister Roland Wöllert war Gast im Verwaltungsverband am Klosterwasser. Mit einer ganz klaren Botschaft im Sorbenland.

© ronaldbonss.com

Panschwitz-Kuckau.Am Mittwoch trafen sich Innenminister Roland Wöller und Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk (beide CDU) in Panschwitz-Kuckau mit den Bürgermeistern der zweisprachigen Gemeinden des Verwaltungsverbandes „Am Klosterwasser“. Mit Salz und Brot sowie sorbischen und deutschen Gesängen begrüßten die Kinder der Kindertagesstätte Panschwitz-Kuckau die Gäste. Im Fokus dieser Zusammenkunft stand das Bemühen um die Erhaltung der sorbischen Sprache. Diesbezüglich verschaffte sich Wöller nicht nur einen Eindruck vor Ort, sondern tauschte sich auch mit den Bürgermeistern der zweisprachigen Gemeinden aus. Der Innenminister betonte die Wichtigkeit der Erhaltung der sorbischen Sprache, und bekräftigte auch deren besonderen Förderbedarf.

300 000 Euro insgesamt angekündigt

Um auch weiterhin die Zweisprachigkeit stärken zu können, sicherte er den 44 Gemeinden im sorbischen Siedlungsgebiet im Freistaat eine Summe in Höhe von 300 000 Euro im nächsten Doppelhaushalt zu, wenn der Sächsische Landtag zustimmt. Demnach erhielte jede dieser Gemeinden ab dem 1. Januar des kommenden Jahres 5 000 Euro für die Pflege und Förderung der sorbischen Sprache. Außerdem sollen weitere 80 000 Euro für Dolmetscher, Übersetzungen und ähnliche Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

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In einem regen Gespräch tauschte er sich nachfolgend mit den Bürgermeistern des Verwaltungsverbandes „Am Klosterwasser“ aus. Dabei ging es aber nicht nur um sorbische Angelegenheiten, sondern auch die allgemeinen Thema Fördermittel und Verwaltungsabbau.

Beim MDR Sachsen vorbeigeschaut

Im Anschluss daran besuchten beide CDU-Politiker das Regionalstudio des Mitteldeutschen Rundfunks (Sachsen) in Bautzen. Dort stellte die Redaktion das Sendeformat des sorbischen Rundfunks vor. Über Korrespondenten der Jugendredaktion wurde der Innenminister über die Themen und Veranstaltungen des jüngeren Formats informiert. Dabei gab es nicht nur einen Einblick in die Reichweite der Rundfunksendungen, sondern auch der dazugehörigen sozialen Medien. Die Nachfrage steige gerade auf diesem Gebiet, erfuhr Wöller, was die Wichtigkeit des Erhalts der sorbischen Sprache unterstrichen habe, heißt es. (SZ)