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51 Liter Blut gespendet

Peter Liebe aus Waldheim hat 1975 zum ersten Mal Blut gespendet. Unterdessen besitzt er die Goldene Spenderkarte.

© André Braun

Von Peggy Zill

Umgerechnet siebenmal hat Peter Liebe sein gesamtes Blut im Körper komplett ausgetauscht. Nach 128 Vollblutspenden kommt er auf 51,2 Liter Blut und trägt in seiner Geldbörse die Goldene Blutspenderkarte. Die bekommt jeder, der mindestens 100-mal Blut gespendet hat.

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„Das erste Mal war ich 1975 bei der Armee spenden“, erzählt Peter Liebe. Damals sei es ihm weniger um die gute Sache gegangen, schmunzelt der 61-Jährige. „Wer Blutspenden war, hatte dienstfrei.“ Über die zwei Spenden zu Armee-Zeiten hat Peter Liebe keinen Nachweis. Sonst hätte er schon die 130. Spende feiern können.

Als er nach dem Dienst wieder arbeiten war, haben ihn Kollegen überredet, zur Blutspende mitzukommen. Seitdem spendet der Waldheimer regelmäßig. „Zu DDR-Zeiten durfte man während der Arbeitszeit gehen“, erinnert sich der 61-Jährige, der als Kraftwerker bei Kübler und Niethammer in Kriebethal arbeitet. Als Mann darf er sechsmal im Jahr gehen. Weil das mit den Außenterminen des DRK nicht immer passt, fährt der 61-Jährige meist nach Chemnitz zur Blutspende. Es dauert etwa fünf Minuten, bis der Blutbeutel mit 400 Millilitern Blut gefüllt ist. „Danach fühle ich mich nicht schlecht“, sagt der Waldheimer. Das gespendete Blut bildet der Körper schnell nach. Er könne sich nicht daran erinnern, wann er zum letzten Mal krank gewesen ist. Außerdem wird bei jeder Spende sein Blut kontrolliert und ein Arzt checkt ihn durch. „Außerdem ist die Betreuung der Spender beim DRK wunderbar“, erzählt der Waldheimer. Es gibt zwar kein Geld, dafür kleine Geschenke sowie Essen und Getränke. Demnächst fährt er mit seiner Frau für zwei Tage nach Würzburg. Eingeladen hat das DRK , um sich für die 125. Spende zu bedanken.

Zum heutigen Weltblutspendetag soll auf die Bedeutung der freiwilligen unentgeltlichen Blutspende und die humanitäre Leistung der Spender aufmerksam gemacht werden. „Blutspender sind Lebensretter. Etwa 107 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt“, erklärt Kerstin Schweiger, Sprecherin des Blutspendedienstes Nord-Ost. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden.

In Deutschland werden über das Jahr gesehen durch die Blutspendedienste des DRK rund 3,6 Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken bereitgestellt. Das DRK sichert auf diese Weise etwa 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in Deutschland.