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52 Prozent der Stellen nicht besetzt

Die Vermittlung von Arbeitsstellen in der Gastronomie ist schwierig. Ein Problem sind die Arbeitszeiten.

Derzeit sind zwölf Stellen im Bereich Hotel und Gastronomie bei der Agentur für Arbeit in der Region Döbeln gemeldet. „Ausbildungsstellen werden aktuell in der Geschäftsstelle Döbeln nicht angeboten, beziehungsweise sind bereits besetzt worden“ teilte Antje Schubert, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit Freiberg, auf Anfrage des DA mit. Die gemeldeten Stellen würden jedoch nicht den tatsächlichen Bedarf der Region widerspiegeln. Viele der Unternehmen behelfen sich mit Aushilfen entsprechend der Auftragslage im Rahmen von Nebenjobs, so Antje Schubert.

Die Vermittlung von Arbeitskräften in diesem Bereich gestalte sich schwierig, da die Attraktivität der Branche aufgrund der Arbeitszeit, der gehäuften Teilzeitangebote sowie der Höhe der Vergütung deutlich ungünstiger ist wie in anderen Branchen. Dies führt oft zur Abwanderung von Fach- und Hilfskräften, so Schubert.

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Die gute Wirtschaftslage in Deutschland trifft auch auf die Unternehmen im Hotel- und Gaststättengewerbe zu. Das hat eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Chemnitz (IHK) ergeben. Im Herbst 2017 schätzten 60 Prozent der befragten Unternehmer aus dem Kammerbezirk die Geschäftslage als gut ein, 37 Prozent als befriedigend und nur drei Prozent als schlecht. Die Unternehmen im Gastgewerbe gaben an, dass Fachkräfte als Ersatz wegen altersbedingten Ausscheidens oder wegen der Fluktuation von Arbeitskräften gesucht werden. 52 Prozent der Befragten sagten, offene Stellen nicht mehr besetzen zu können. Ursachen sehen die Gastronomen außer im Fachkräftemangel auch in den branchentypischen Arbeitszeitanforderungen. Hinzu komme, dass laut Statistischem Landesamt des Freistaates Sachsen im Jahr 2016 im Gastgewerbe der niedrigste durchschnittliche Bruttojahresverdienst für einen vollbeschäftigten Arbeitnehmer gezahlt wurde, so die IHK Chemnitz. Aus Sicht dieser ist die Zahl der Berufsausbildungsverträge im Bereich Hotel/Gaststätte im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. In Mittelsachsen wurden im Jahr 2015 noch 56 neue Ausbildungsverträge geschlossen, 2016 waren es 51 und bis zum 31. Dezember 2017 insgesamt 50 Verträge. Die IHK Chemnitz rät den Gastronomen, sich als attraktiver Arbeitgeber zu präsenten und weiter auszubilden. Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen, haben Gastronomen zum Beispiel in der „Woche der offenen Unternehmen“ vom 12. bis 16. März. Dieses Angebot wird allerdings nur von wenigen Hotels oder Restaurants im Landkreis genutzt. (DA/je)

Weitere Information zur Woche der Unternehmen unter: http://www.mittelsachsen-atlas.de/