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58-Jähriger beim Einbruch erwischt

Ein Mann hat nachts versucht, auf einem Drewag-Parkplatz den Kassenautomaten zu knacken. Das ging gründlich schief.

© dpa

Von Alexander Schneider

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Manfred M. ist mit seinen 58 Jahren jemand, den man nicht sofort im Verdacht hat, nachts Parkautomaten aufzubrechen. Und doch hat die Dresdner Polizei den Mann auf frischer Tat geschnappt. Nun stand er wegen dieser peinlichen Sache vor dem Amtsgericht Dresden. Laut Anklage hat M. im März 2017 gegen 4.30 Uhr den Kassenautomaten in der Löbtauer Straße 21 aufgebohrt. Zuvor habe er Kabel einer Videoüberwachungskamera gekappt, um bei seiner frühmorgendlichen Aktion nicht gefilmt zu werden. Genau das jedoch hatten die Mitarbeiter der Sicherheitswacht bemerkt. Alarmierte Polizisten stellten den Dieb, als er sich schnellen Schrittes vom Tatort entfernt hatte.

„Aus jetziger Sicht frage ich mich schon, wie ich auf diesen Blödsinn gekommen bin“, sagte der Angeklagte. Er habe ein Loch in den Automaten gebohrt, so wie er es in einer Beschreibung im Internet gelesen habe. Doch noch ehe er mit einem Schraubenzieher von innen entriegelt habe, sei ihm „in den Kopf geschossen, was machst Du da eigentlich? Ich hab’ mein Werkzeug gepackt und bin gegangen“, sagte er. Der Mann muss es ernst meinen. Drei Mal hat er das zu Richter Roland Wirlitsch gesagt. Hach, so viel Reue auf einmal.

Am meisten wunderte den Richter, wie der Angeklagte, ein gebürtiger Bayer mit Wohnsitz in Österreich, überhaupt den Drewag-Parkplatz zwischen dem Gleisdreieck hinter dem Kraftwerk Mitte gefunden habe. „Ich habe da mal geparkt“, sagte der 58-Jährige, ein gelernter Garten- und Landschaftspfleger. Die Reue nahm ihm Richter Wirlitsch nicht ab. M. sei erst 2016 wegen Diebstahls verurteilt worden und habe 2011 mehr als sieben Jahre wegen Steuerhinterziehung und Bankrotts erhalten. Überwachungsbilder zeigten nun, dass Manfred M. länger weg war, um sich anderes Werkzeug zu holen. Auch damit habe er es dann nicht geschafft, den Automaten zu öffnen, so Wirlitsch in seiner Urteilsbegründung: „Ihnen lief die Zeit ab.“

Der 58-Jährige wurde nun wegen Diebstahls und Sachbeschädigung – am Automaten entstanden 2 500 Euro Schaden – zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er den Schaden begleichen.