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61 Schwarzarbeiter aufgeflogen

Vor allem Dachdecker und Maurer werden illegal beschäftigt. Zollbeamte haben insgesamt 75 Kontrollen durchgeführt.

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© Symbolbild/Matthias Rietschel

Von Tina Soltysiak

Region. Bei 55 Baustellenkontrollen und etwa 20 Kontrollen von Betriebsstätten sind in diesem Jahr 61 Verfahren wegen Schwarzarbeit eingeleitet worden. Das sind 17 mehr als 2014. Das geht aus einer Statistik hervor, die das Landratsamt Mittelsachsen kürzlich vorgelegt hat. Vor allem im Dachdecker-, Kraftfahrzeugmechaniker-, Maurer- und Betonbauerhandwerk gäbe es immer wieder Schwarzarbeiter, so Kreissprecher André Kaiser.

Dasselbe gelte „bei der Erbringung vorübergehender grenzüberschreitender Dienstleistungen durch lettische, polnische und tschechische Bürger“. In diesem Bereich hätten sieben Verfahren eingeleitet werden müssen. Auch diejenigen, die die illegale Beschäftigung von Bauarbeitern beauftragen, werden belangt. „Vier Verfahren wurden bezüglich der Beteiligung an einer Ordnungswidrigkeit geführt“, ergänzte Kaiser.

Bei den Kontrollen auf Großbaustellen im März und Mai diesen Jahren haben die Beamten der Zollverwaltung dabei geholfen, insgesamt etwa 240 Personen sowie die zugehörigen Betriebe zu überprüfen. „Unerlässlich für die erfolgreiche Bekämpfung von Schwarzarbeit ist auch die Zusammenarbeit der Handwerkskammer Chemnitz und der Kreishandwerkerschaft Mittelsachsen“, so Kreissprecher André Kaiser.