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Bischofswerda

640.000 Euro für die Westlausitz

Vereine und Firmen, aber auch Privatleute können sich bis Ende Januar um einen Zuschuss für Projekte bewerben. So entsteht Sichtbares vor Ort.

Das Alte Gefängnis mit seinem Bauerngarten ist ein Kleinod in Rammenau. Im Gebäude finden jährlich Ausstellungen statt. Dank einer Förderung der Leader-Region Westlausitz konnte die Beleuchtung erneuert werden.
Das Alte Gefängnis mit seinem Bauerngarten ist ein Kleinod in Rammenau. Im Gebäude finden jährlich Ausstellungen statt. Dank einer Förderung der Leader-Region Westlausitz konnte die Beleuchtung erneuert werden. © Foto: Steffen Unger

Bischofswerda. Mit Geldern der Europäischen Union, die über das Leader-Programm zur Förderung ländlicher Regionen ausgereicht wurden, konnte in diesem Jahr die Kegelhalle in Schmiedefeld saniert werden. 80 Prozent der rund 180.000 Euro teuren Investition in dem Großharthauer Ortsteil wurden gefördert. Auch der Dorf- und Feuerwehrverein Weickersdorf erhielt einen Zuschuss – er kaufte neue Möbel fürs Bürgerhaus, dessen Sanierung vor dem Abschluss steht. Unterstützt wurden in diesem Jahr außerdem die Umgestaltung der Umkleidekabinen in der Frankenthaler Turnhalle, der Kauf neuer Bänke für den Großharthauer Schlosspark und die Erneuerung der Ausstellungsbeleuchtung im Alten Gefängnis von Rammenau.

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Nun wird in der Region Westlausitz, zu der sich zwölf Städte und Gemeinden zusammengeschlossen haben, die nächste Förderperiode vorbereitet. Im aktuellen Aufruf stehen 640.000 Euro für lokale Vorhaben zur Verfügung, teilt das in Radeberg ansässige Regionalmanagement mit. Vereine, Unternehmen, Kommunen aber auch Privatpersonen haben jetzt die Chance, Vorschläge beim Management der Förderregion einzureichen, um eine Unterstützung ihrer Projektideen zu erhalten. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2020. Die Vorhaben sollten sich um die soziale und kulturelle Infrastruktur, den Tourismus, die Vermarktung regionaler Produkte oder regionales Kulturgut und Brauchtum drehen, heißt es im Projektaufruf.

Geld für Straßen, Tourismus und Natur

350.000 Euro der Gesamtfördersumme sollen in die Verbesserung von Standortfaktoren fließen. Dabei geht es zum Beispiel um den Ausbau von Gemeindestraßen und -wegen, um Investitionen in Schulen, Kitas und Sportstätten, aber auch um neue Nutzungen für einst landwirtschaftlich genutzter Gebäude. Für Maßnahmen zur Energieeffizienz, der Gewässerpflege und -renaturierung sowie der Entsiegelung befestigter Flächen stehen 110.000 Euro bereit. Für die Bereiche Kultur und Tourismus, darunter Maßnahmen zur Erweiterung, Erneuerung oder Qualifizierung des touristischen Rad- und Wanderwegenetzes, sind es 130.000 Euro. Welche Projekte gefördert werden, entscheidet der Koordinierungskreis, dem Vertreter der Mitgliedsgemeinden der Region angehören. Dazu zählen unter anderem Frankenthal, Großharthau und Rammenau sowie die Stadt Bischofswerda mit ihren ländlich geprägten Ortsteilen. (SZ)

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