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Bautzen

750 Euro für eine Beleidigung

Ein Mann hat einen Bautzener Rechtsanwalt beschimpft. Das kommt ihm teuer zu stehen. Vorausgegangen war ein Missverständnis.

© dpa

Bautzen. Als „Erbrechtsbetrüger“, als „Hochstapler“ und „Hehler“ hat ein 60-Jähriger aus Görlitz einen Bautzener Rechtsanwalt bezeichnet. Im September vergangenen Jahres schickte der Mann die Worte per E-Mail in die Kanzlei, beleidigte den Anwalt in Textform. Das Amtsgericht hatte deswegen einen Strafbefehl gegen den Mann erlassen. Insgesamt 30 Tagessätze zu je 25 Euro sollte er zahlen, doch er erhob Einspruch. „Ich war jahrelang obdachlos“, begründet er diesen vor Gericht. Nun endlich habe er einen Job – viel Geld komme aber nicht dabei herum.

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Dass er den Anwalt beleidigt hatte, so erzählt er, liegt daran, dass er einen Erbrechtsexperten gesucht hatte. Seine Suchmaschine spuckte ihm die Info zu diesem Anwalt aus, doch der war kein Erb-Experte. Der Richter erklärte dem Mann, dass der Anwalt für dieses Suchergebnis nicht verantwortlich sei – und der Görlitzer sah den Fehler ein. Als er erfuhr, dass eine Ratenzahlung möglich ist, willigte er ein zu zahlen: Nur wenige Minuten, nachdem die Staatsanwältin vorgelesen hatte, was dem Mann zur Last gelegt wird, konnte der Richter die Akte wieder schließen. (SZ)