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850 Arbeitslose mehr als im Dezember

Im Januar gibt es wieder deutlich mehr Arbeitslose in der Region. Dabei suchen Firmen weiter nach gut ausgebildeten Kräften.

© Symbolbild/dpa

Von Franz Werfel

Ab auf den Grill

Worauf muss man beim Grillen achten und was schmeckt am besten auf dem Grill? Egal zu welcher Jahreszeit - Grillen macht immer Spaß und verbindet.

Freital/ Dippoldiswalde. Sprunghaft angestiegen ist die Arbeitslosigkeit in der Region im Januar. Das teilt die Arbeitsagentur bei der Veröffentlichung der monatlichen Arbeitslosenzahlen mit. Demnach waren im ersten Monat dieses Jahres durchschnittlich 7 654 Menschen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge arbeitslos gemeldet. Das waren 848 Personen mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote ist im Landkreis von 5,4 auf nun 6,0 Prozent gestiegen. Im bundesdeutschen Schnitt lag die Quote bei 5,8 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern bei 7,7 Prozent. Innerhalb des Landkreises ist die Quote unterschiedlich stark gestiegen: Im Osterzgebirge um rund 0,4 Prozentpunkte, in der Sächsischen Schweiz fiel der saisonbedingte Anstieg stärker aus. In Pirna stieg die Quote um 0,9 Prozentpunkte an, in Sebnitz sogar um 1,2 Prozentpunkte. Dort erreicht sie nun mit 7,0 Prozent den höchsten Wert im Landkreis.

© SZ

Den Anstieg habe sie erwartet, sagt Gerlinde Hildebrand, Chefin der Pirnaer Arbeitsagentur. „Der Trend ist typisch für den Jahresbeginn. Denn neben der Winterarbeitslosigkeit gibt es nach wie vor auch befristete Arbeitsverträge.“ Diese würden häufig zum Jahresende auslaufen. Positiv hebt die Agentur-Chefin hervor, dass die Arbeitslosigkeit im bisher recht milden Winter deutlich weniger stark angestiegen ist als im Vorjahr. Insgesamt waren im Januar 2017 noch rund 1 100 Menschen mehr arbeitslos gemeldet.

Im Gegensatz zu den gestiegenen Arbeitslosenzahlen sei die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin hoch. „Das ist ein deutliches Signal aus der regionalen Wirtschaft für eine weitere positive Entwicklung“, sagt Gerlinde Hildebrand. Oberstes Ziel der Arbeitsagentur sei es auch in diesem Jahr, mit Qualifizierung neue Fachkräfte für die Region auszubilden und Arbeitsplätze zu sichern. Aktuell gebe es den größten Bedarf im verarbeitenden Gewerbe (350 freie Jobs), im Gesundheits- und Sozialwesen (342) und im Baugewerbe (257).