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Zittau

86 Polizisten kontrollieren extra

Von Montag bis Donnerstag früh gab es im Süden des Kreises Komplexkontrollen. Viel passiert ist allerdings nicht.

Symbolbild
Symbolbild © SZ/Uwe Soeder

Von Montag 20 Uhr bis Donnerstag 3 Uhr haben Beamte der Polizeidirektion Görlitz gemeinsam mit Kollegen der sächsischen Bereitschaftspolizei Komplexkontrollen im südlichen Teil des Landkreises Görlitz durchgeführt. Zweck des gemeinsamen Einsatzes waren die sachgemäße Aufklärung und die Vorbeugung strafbarer Umstände, insbesondere der Eigentumskriminalität.

Während der vier Kontrolltage nahmen insgesamt 86 Beamte 100 Fahrzeuge und 148 Personen unter die Lupe. Die Polizisten leiteten fünf strafrechtliche Ermittlungs- sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein. Ferner verzeichneten die Beamten zwei Fahndungserfolge.

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Hier sind die Polizisten eingeschritten

Am Montag eilten die Beamten zu einer Wohnung im Stadtgebiet Zittaus. Eine 65-jährige deutsche Frau sei innerhalb des Appartements von ihrem zehn Jahre jüngeren deutschen Ehemann geschlagen worden. Die Ordnungshüter kamen der Dame zu Hilfe, eröffneten ein Ermittlungsverfahren und nahmen den berauschten Gatten in Gewahrsam. Ein Atemtest hatte zuvor einen Wert in Höhe von umgerechnet 1,22 Promille ergeben. 

Am späteren Montagabend unterstützten die Polizisten den Sicherheitsdienst des Neugersdorfer Jacobimarkts. Die Security-Mitarbeiter hatten einen ungebetenen Gast bereits zuvor des Geländes verwiesen. Der 21 Jahre alte Deutsche war dennoch zurückgekehrt. Die Beamten eröffneten ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines Hausfriedensbruchs und fanden überdies in den Kleidern des nunmehr Verdächtigen ein Cliptütchen, das Überreste vermutlicher Betäubungsmittel enthielt. 

An der Friedensstraße erblickten die Ordnungshüter am Dienstagabend eine Gruppe dreier junger deutscher Männer. Eine Begutachtung förderte kurz darauf ein Springmesser, ein Buschmesser sowie ein Paar Quarzhandschuhe aus den Kleidern des 19-jährigen Gruppenmitglieds zutage. Die Beamten leiteten ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren ein und stellten die Utensilien sicher. Ferner trugen auch der 17- sowie der 18-Jährige je zwei Quarzhandschuhe durch die abendlichen Straßen, die die Polizisten beschlagnahmten. 

Am frühen Mittwochmorgen fielen den Beamten zwei Frauen an der Frauenstraße in Zittau ins Auge. Die 31-Jährige der beiden trug, verborgen in ihrer Schminktasche, mehrere Utensilien, die für gewöhnlich der Einnahme von Rauschgiften dienen, sowie ein kristalline Substanz enthaltendes Cliptütchen bei sich. Ihre 33 Jahre alte Begleiterin war den polizeilichen Fahndungsdateien indes nicht unbekannt. Die Ordnungshüter sorgten wenig später für die darin erbetene erkennungsdienstliche Behandlung und leiteten ein Ermittlungsverfahren im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes ein. (pm)

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