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Fledermäuse an der A 13 schützen

© dpa

Im neuen Regionalplan sollen laut Landkreis sensible Gebiete für Arten und Biotope besonders geschützt werden.

Von Catharina Karlshaus

Landkreis. Die Bedenken sind eindeutig: Im Vorfeld der Kreistagssitzung am 22. März hat der Landkreis ausführlich zum fortgeschriebenen Regionalplan Oberes Elbtal/Osterzgebirge Stellung genommen – und mahnt Verbesserungen an. So seien im engeren Umfeld der A13 in den letzten Jahren wiederholt hunderte Tiere ziehender und jagender Großer Abendsegler festgestellt worden.

Direkte Zugbeobachtungen in südlicher und südöstlicher Richtung entlang der Autobahn zwischen brandenburgischer Grenze und Elbtal sowie Sichtungen großer Abendseglerschwärme im Raum Zschorna, Moritzburg und entlang der A 13 stützen unter anderem die These einer Nord-Süd gerichteten Hauptzugachse. Es spreche daher viel dafür, dass die A 13 eine Landmarkenfunktion für die Art hat. Die Berücksichtigung von Fledermauszugbahnen als Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Arten und Biotopschutz werde deshalb befürwortet.

Ganz und gar nicht nachvollziehbar sei jedoch aus Sicht der Naturschützer, dass bei der Übernahme der vorgeschlagenen Zugbahnen in den Plan sogenannte Inseln festgelegt werden sollen. Inseln, die nicht als Bestandteil der Fledermauszugbahn bewertet würden. Vorgesehen wäre dieses laut Entwurf an der A 13 nördlich und südlich von Radeburg, zwischen Thiendorf und Zschorna sowie um Ponickau.

Allerdings: Es legen in diesen Bereichen keine Daten vor. Zudem gebe es keine wissenschaftlichen Grundlagen, die solche Ausnahmen stützen könnten. Ganz im Gegenteil. Die vorliegenden Beobachtungen zum Zuggeschehen rechtfertigen diese Inseln gerade nicht. Die Fledermauszugbahnen sollten deshalb unverändert in den Plan übernommen und in der Gesamtabwägung als Vorbehaltsgebiete Arten- und Biotopschutz berücksichtigt werden.