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A17 nach Prag halbseitig gesperrt

Seit 17. Dezember ist die Autobahn Dresden-Prag durchgängig befahrbar. Im Prinzip. Doch auf zwei Kilometern wird es im Böhmischen Mittelgebirge noch länger eng bleiben.

© Egbert Kamprath

Usti n. Labem. Seit 17. Dezember ist die Autobahn Dresden-Prag durchgängig befahrbar. Doch zwei Kilometer im Böhmischen Mittelgebirge bleiben noch länger als geplant nur im Halbprofil geöffnet. Auf der Doppelbrücke bei Prackovice dürfen Autos aus Sicherheitsgründen nur eine Brücke und damit zwei Spuren nutzen. Die Geschwindigkeit ist auf 60 Stundenkilometer herabgesetzt. Die halbseitige Sperrung gilt seit der Eröffnung, da sich nur Stunden vorher der Hang unter der Brücke bewegt hatte. Ursprünglich sollte auch die zweite Brücke noch im Januar geöffnet werden. Nun wird die Freigabe nicht vor April erfolgen, wie die Autobahndirektion mitteilt.

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Freitals Freibäder sind bereit zum Anbaden

Nach vielen Renovierungsarbeiten stehen die Freibäder "Windi" und "Zacke" in den Startlöchern. 

„Unsere Werte zeigen, dass sich der Hang beruhigt hat, sodass wir die Straße schon öffnen könnten. Aber Geologen empfehlen uns, damit zu warten, bis die Stabilisierungsarbeiten am Hang abgeschlossen sind“, informiert Autobahnsprecher Jan Rydl. Neben der Brücke werden insgesamt 120 Pfeiler fast 30 Meter in die Erde versenkt. Bisher sind 30 geschafft. Diese Arbeiten, die den Hang eigentlich stabilisieren sollen, hatten laut Autobahndirektion für die Bewegung im Erdreich kurz vor der Eröffnung gesorgt.

Zwischen dem Tunnel Prackovice und der Brücke Dobkovicky verläuft die Autobahntrasse auf etwa vier Kilometern durch geologisch instabiles Gebiet. Hier war es nach intensiven Regenfällen im Juni 2013 zu einem schweren Erdrutsch gekommen, der die bereits fertige Autobahn komplett zerstörte. Seitdem wurde der Hang entwässert und mit massiven Stützelementen versetzt. Hunderte Messsonden überwachen den Hang. Kritiker halten allerdings die bisherigen Maßnahmen noch nicht für ausreichend und erwarten weitere Bauarbeiten und Sperrungen.

Seit der Eröffnung hat sich die Fahrtzeit von Dresden nach Prag um mindestens 20 Minuten verkürzt. (stn)