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Ab auf die Piste

Der viele Schnee macht es möglich: Die sächsischen Wintersportgebiete sind zu Ferienbeginn gut gebucht. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen.

© dpa/Jan Woitas

Oberwiesenthal. Die bevorstehenden Ferien in Sachsen und das winterliche Wetter sorgen für Vorfreude bei den Tourismusbetrieben. Die Unterkünfte in Oberwiesenthal und im Zittauer Gebirge sind gut gebucht. In den Hotels und Pensionen abseits des Gebirges gebe es aber noch freie Betten, sagte eine Sprecherin der Tourismusgesellschaft Sachsen. In der ersten Ferienwoche kommen die Wintersportler besonders in den Mittelgebirgen auf ihre Kosten. Es bleibt kalt, und es ist Neuschnee zu erwarten.

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Auf dem Fichtelberg liege bereits 92 Zentimeter Schnee, betonte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst. Der bleibe auch erst einmal liegen, da die Temperaturen in den Bergen in den nächsten Tagen zwischen minus vier und minus acht Grad pendeln. Am Sonntag sorge dann ein Tief für 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee in den Mittelgebirgen, so die Prognose des Wetterexperten. Der Schnee bleibe liegen, da es in der ersten Ferienwoche nicht milder werde.

„Das wünschen wir uns natürlich“, sagte Thomas Kaufmann vom Trixi Ferienpark im Zittauer Gebirge. Der Ferienpark sei gut ausgelastet. In einigen der knapp 100 Ferienhäuser sei aber noch Platz. Auch die drei Ahorn Hotels im Erzgebirge seien gut gebucht, aber noch nicht komplett voll, berichtet Sprecherin Luise Rossek.

Ähnlich ist die Lage im Elldus Resort in Oberwiesenthal. „Wir sind wahnsinnig gut gebucht. Nur in der zweiten Ferienwoche gibt es noch kleine Lücken“, erläuterte Verkaufsleiterin Antje Kirsten. Die Schulferien sind in den meisten Bundesländern dann schon vorbei. Zudem ist Sachsen neben Mecklenburg-Vorpommern das einzige Bundesland mit zwei Wochen Winterferien.

Im Februar 2017 hatte der Tourismusverband im Erzgebirge und Vogtland knapp 400 000 Gästeübernachtungen registriert. Dabei waren in die Statistik lediglich Betriebe mit mehr als zehn Betten eingeflossen. „In diesem Jahr sind die Erwartungen in den klassischen, großen Wintersportorten groß, die Bedingungen für Winterurlaub insgesamt sind sehr gut“, betonte Sprecherin Ines Nebelung.

Der Wintersport zieht aber nicht nur Touristen, sondern auch Diebe an. Nach Angaben des Landeskriminalamtes wurden im vergangenen Jahr 286 Skier, Schlitten und Snowboards gestohlen.

Damit gab es 44 Fälle mehr als 2016. Neben Leipzig, Dresden und Chemnitz sind auch die Wintersportgebiete betroffen. In der Gemeinde Oberwiesenthal gab es im vergangenen Jahr 25 Diebstähle. Die Wintersportgeräte wurden auch aus Skikellern von Hotels und Pensionen entwendet. (dpa)

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