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Ab Freitag darf man auch in Schiebock baden

Bischofswerdas Stadtbad öffnet am 1. Juni – so ist es geplant. Bei hochsommerlichem Wetter machten in den letzten Tagen Andere das Geschäft.

© Steffen Unger

Von Ingolf Reinsch

Bischofswerda. Saisonstart im Bischofswerdaer Freibad: Die beliebte Freizeitanlage inmitten der Stadt ist ab diesem Freitag geöffnet. Planmäßig geht die Bad-Saison in Bischofswerda vom 1. Juni bis zum 31. August. Die Eintrittspreise bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert, bei den Öffnungszeiten gibt es eine Veränderung: Statt wie bisher um 9 Uhr öffnet das Bad jetzt erst um 10 Uhr. „Trotz vieler Bemühungen ist es uns nicht gelungen, einen dritten Rettungsschwimmer zu finden“, sagte Sybille Müller, Leiterin des Bürger- und Familienamtes, am Dienstag im Stadtrat. Geöffnet ist das Bad an allen sieben Wochentagen bis 20 Uhr.

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Die Stadt als Eigentümerin und die Wasserversorgung Bischofswerda (WVB) als Betreiberin haben sich lange im Voraus vertraglich auf den dreimonatigen Badbetrieb geeinigt – resultierend aus dem Beschluss des Haushaltssicherungskonzeptes von 2015/16. Den Saisonstart angesichts des hochsommerlichen Mai-Wetters um einige Tage vorzuverlegen, wie es beispielsweise die Gemeinde Burkau gemacht hat, sei für Bischofswerda nicht so einfach, sagte Rathaus-Sprecher Sascha Hache. Die Stadt könne nicht einfach eine Verlängerung der Badsaison „anordnen“, da die WVB für die Betreibung nur in diesem Zeitraum Verträge, zum Beispiel, mit Saisonkräften oder dem Imbissbetreiber, abgeschlossen hat. Überdies gebe es sachsenweit ein Problem mit der Verfügbarkeit von Rettungsschwimmern, was selbst in der regulären Saison schon für enorme Anstrengungen bei der Absicherung des Badbetriebes sorgt. Für jeden zusätzlichen Öffnungstag rechnet die Wasserversorgung mit rund 1 000 Euro Kosten. „Das zusätzliche Geld wäre für die Stadt aller Voraussicht nach kein Problem. Die oben genannten Problematiken machen aber kurzfristige, witterungsbedingte Änderungen der regulären Badsaison leider unmöglich“, sagte Sascha Hache.

Auch die Wasserwelt öffnet

Auch die Wasserversorgung hat sich bei den Vorbereitungen auf den 1. Juni als Eröffnungstermin eingestellt. Die Choranlage beispielsweise wurde in der vergangenen Woche „scharf“ gemacht, sagte Geschäftsführer Klaus Riedel. Doch damit sei es noch nicht getan. Die Anlage müsse auch vom Tüv abgenommen werden.

Das Bad in Schmölln ist – planmäßig – bereits seit Mitte Mai geöffnet. Schwimmmeister Jörg Rindock ist mit dem bisherigen Zulauf „sehr zufrieden“, wie er am Donnerstag auf Anfrage sagte. „In den vergangenen Tagen war das Bad voll“, sagte er. Es kommen auch viele Besucher von außerhalb nach Schmölln zum Baden. Zum Beispiel aus Wehrsdorf. Und natürlich aus dem benachbarten Bischofswerda.

Burkau zog den für den 1. Juni geplanten Saisonstart um eine Woche vor, um auf die hochsommerlichen Temperaturen in dieser Woche zu reagieren. Im Tagesdurchschnitt besuchten in der ersten Woche rund 500 Gäste das Freibad. Die Burkauer können allerdings auch deshalb flexibler als die Bischofswerdaer auf das Wetter reagieren, weil die Gemeinde gleichermaßen Eigentümerin und Betreiberin der Anlage ist. „Wir haben uns von Anfang darauf eingestellt, gegebenenfalls eher zu öffnen, wenn es sommerlich wird“, hieß es dazu am Donnerstag in Burkau.

Auch im Oberland dürfen sich Wasserratten freuen: Das Erlebnisbad Wasserwelt in Steinigtwolmsdorf ist ebenfalls ab dem 1. Juni geöffnet.