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Ab in die Biotonne

Vor 25 Jahren wurden im Kreis Löbau erstmals die braunen Behälter für kompostierbare Abfälle aufgestellt.

© Patrick Seeger/dpa

Von Bernd Dressler

Wie geht's Brüder

Eine Reportagereise durch Osteuropa 30 Jahre nach dem Umbruch auf Sächsische.de

Löbau. Vor 25 Jahren wurde im damals noch selbstständigen Landkreis Löbau die Biotonne eingeführt. In Anlehnung an die „Specki-Tonnen“ aus DDR-Zeiten sollte sie den nach der Wende erheblich angestiegenen Hausmüll von verrottbaren Stoffen entlasten und den Restmüll reduzieren. Die so erfassten kompostierbaren Abfälle wurden in einer ehemaligen Siloanlage in Kittlitz zu Kompost aufbereitet. Für den Bioabfall stellte der Kreis braune Tonnen bereit, in die neben Speiseresten auch Gartenabfälle, Küchenknüllpapier sowie Kaffeefilter und Teebeutel gegeben werden konnten. Um den Bioabfall vorsortieren zu können, bekam jeder Haushalt einen 8-Liter-Bioabfalleimer mit Deckel (gegen eventuelle Duftmarken) kostenlos.

Gestartet wurde mit der Biomüll-Erfassung im Wohngebiet Löbau-Süd. Im Januar 1993 wurden dort die ersten braunen Tonnen aufgestellt. Ende Januar folgten Oppach und Weigsdorf-Köblitz, das damals zum Altkreis Löbau gehörte. Das Abholen der Tonne im 14-tägigen Wechsel mit dem Restmüll hat sich bewährt. Auch die damals herausgegebenen Merkblätter über Stoffe, die in der Biotonne nichts zu suchen haben (Zigarettenkippen, Tapeten, Kehricht, Staubsaugerbeutel, Bauschutt, Damenhygieneartikel oder gar Baumstämme) haben nichts an Aktualität eingebüßt.