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Ab jetzt heißt es: Verreisen mit dem Bus

Trotz vieler Proteste sperrt die Bahn die Strecken zwischen Ebersbach und Zittau schon eher. Das stellt die Zugfirmen vor große Probleme beim Schienenersatzverkehr.

© Archivfoto: Matthias Weber

Von Mario Heinke

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Landkreis. Bahnreisende im Oberland haben ab diesem Sonnabend, 23 Uhr, schlechte Karten: Sie müssen mit dem Bus fahren. Denn zwischen Ebersbach und Zittau wird ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Grund ist die Totalsperrung des Schienennetzes ab Sonnabend, 23 Uhr. Gesperrt bleibt das Schienennetz bis zum 9. Februar. Reisende aus dem Oberland, die mit Odeg-Zügen, die zwischen Zittau und Cottbus verkehren, weiter fahren wollen, müssen sich ebenfalls auf das Reisen mit Bussen einstellen. Auch der Streckenabschnitt zwischen Zittau und Hagenwerder ist vom Schienenersatzverkehr betroffen. Grund der Beeinträchtigung: Die DB Netz AG hat den Beginn der Totalsperrung, anders als angekündigt, vorverlegt und zugleich auf die doppelte Zeit verlängert.

„Diese Nachricht erreichte uns Ende der vergangenen Woche völlig überraschend. Es ist nahezu unmöglich, einem solch willkürlichen Bauablauf ein für den Fahrgast erträgliches Maß an Beeinträchtigungen entgegenzusetzen“, sagt Länderbahn-Geschäftsführer Andreas Trillmich und fügt hinzu: „Ganz abgesehen von der Verdopplung der Länge der Vollsperrung und des enormen Verzugs dieser Baumaßnahme, setzt diese Vorgehensweise dem Ganzen die Krone auf.“ Es sei nahezu unmöglich, in der Kürze der Zeit einen verlässlichen Ersatzverkehr mit Bussen zu organisieren, so die Länderbahn. Auch die rechtzeitige Fahrgastinformation bleibe völlig auf der Strecke.

Aus diesem Grund haben Trilex und Odeg gemeinsam versucht, diese Sperrung zu verhindern, sagt Länderbahn-Pressesprecher Jörg Puchmüller. Trotzdem halte die Deutsche Bahn als Besitzer und Betreiber des Bahnhofs an den Plänen fest. Die aktuellen Fahrpläne und die zugehörigen Fahrplanänderungen sind im Internet zu finden, so der Pressesprecher. Auch die Odeg meldet auf ihrer Internetseite den Zugausfall zwischen Zittau und Hagenwerder ab Sonnabend.

Die Verärgerung der beiden Eisenbahngesellschaften ist wohl nachvollziehbar, denn die Deutsche Bahn ändert bereits zum dritten Mal den geplanten Bauablauf und ist als Bauherr für die Verzögerungen verantwortlich. Ursprünglich sollte die Totalsperrung am 2. Februar beginnen und nach einer Woche am 9. Februar abgeschlossen sein.

Die Umstellung des neuen elektronischen Stellwerks, dessen Bauabnahme, Überprüfung und Inbetriebnahme dauert etwas länger als geplant, erklärt Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost und bittet um Verständnis. Um den Fertigstellungstermin aber nicht zu gefährden, habe sich die Bahn entschlossen, die Totalsperrung vorzuziehen, so die Bahnsprecherin. Ab 10. Februar sollen trotz anhaltender Bauarbeiten am Bahnsteigdach dann alle Züge wieder ohne Einschränkungen und fahrplanmäßig rollen.

Die für November geplante Totalsperrung hatte die Bahn auf kurz vor Weihnachten verschoben. Der Umbau der Entwässerungsanlagen im Bahnhof Zittau entgegen den in den Planungen erkundeten Vorflutern und Bestandsanlagen sowie der erheblich verlängerte Planungsvorlauf für die Kompletterneuerung der Eisenbahnüberführung Tongasse sorgten für erste Verzögerungen im Ablaufplan. Kurz vor Weihnachten verschob die DB Netz AG den Fertigstellungstermin aufgrund neuer sicherheitstechnischer Anforderungen an die Leit- und Sicherungstechnik und erforderlicher Anpassungen auf Februar. Seit 2016 wird am Hauptbahnhof Zittau gebaut, seit Sommer 2017 müssen Reisende Einschränkungen in Kauf nehmen. Das Ende des Chaos` ist nun in Sichtweite. Bis dahin sollte man sich gut informieren und die Aushänge beachten, sagt Jörg Puchmüller.

Fahrpläne: www.laenderbahn.com/trilex/fahrplan/regelfahrplan und www.odeg.de