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Ab Montag ist der Bahnübergang gesperrt

Der Übergang in der Muskauer Straße in Niesky wird später gesperrt als geplant und ist dafür länger dicht.

© André Schulze

Von Thomas Staudt

Niesky. Die Sperrung des Bahnübergangs in der Muskauer Straße ist erneut verschoben. Wie die Deutsche Bahn in der vergangenen Woche mitteilte, wird der Übergang nun definitiv am kommenden Montag, 9. April ab 12 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Die Gründe für die Verschiebung sind vielfältig. Wie Projektleiter Ulrich Mölke nun mitteilte, sind und waren es vor allem die Arbeiten an der Behelfsstraße für die Umleitung, die das Vorhaben verzögerten. In diesem Jahr sei es viel zu lange viel zu kalt gewesen, um die Asphaltschicht auf die Fahrbahn des provisorischen Übergangs aufzubringen. Darüber hinaus habe es im Hinblick auf Zusammensetzung und Festigkeit des Untergrunds einige Überraschungen gegeben, deren Ausgleich mehr Zeit in Anspruch genommen habe als geplant. Die Verschiebung ist bereits die zweite. Ursprünglich war von einer Sperrung ab Februar die Rede, Anfang März wurde seitens der Bahn der Termin 3. April genannt.

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Die Behelfsstraße ist notwendig, weil mit der Sperrung des Bahnübergangs eine der Hauptverkehrsadern Nieskys getrennt wird. Der Behelfsübergang über die Gleisanlagen auf Höhe des Busbahnhofs wird in dieser Woche fertiggestellt und am kommenden Montag um 11 Uhr freigegeben, bevor die Muskauer Straße gesperrt wird. Er ist für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen, Linienbusse und Rettungsdienste passierbar. Der Schwerlastverkehr wird großräumig über die Ortsumgehung B115 umgeleitet. Fußgänger und Fahrradfahrer können trotz der Sperrung des Bahnübergangs passieren, Radler müssen jedoch absteigen.

Grund für die temporäre Schließung ist die Modernisierung des Bahnübergangs im Zuge des zweigleisigen Ausbaus und der Elektrifizierung der Bahnstrecke zwischen Knappenrode und Horka beziehungsweise der Grenze zu Polen. Das Projekt ist auch als Niederschlesische Magistrale bekannt. Infolge der zeitlichen Verzögerung bleibt der Bahnübergang bis 31. Juli gesperrt.

„Wir brauchen länger als gedacht“, so Mölke. Allerdings sei die Maßnahme nach Absprache mit den beteiligten Firmen bis Ende Juli definitiv zu schaffen. Demzufolge gibt es auch keine Auswirkungen auf das Gesamtvorhaben. Im August soll der Neubau des Viadukts über die B115 westlich von Niesky beginnen. Dann müssen sowohl die Arbeiten für den Bahnübergang fertiggestellt sein als auch die Jänkendorfer Kreuzung, wo gegenwärtig ein Bypass Richtung Görlitz entsteht. Der Zugverkehr soll dann mit dem Fahrplanwechsel im Dezember wiederaufgenommen werden.