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Abfahrtsspaß am längsten Lift des Osterzgebirges

Optimale Wintersportfreuden verspricht der Skihang in Hermsdorf. Auf ihm liegt nur natürliches Weiß.

© Egbert Kamprath

Von Regine Schlesinger

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Großer Badespaß in Freitals Freibädern 

Nach vielen Renovierungsarbeiten ist die Badesaison in den Freibädern "Windi" und "Zacke" in vollem Gange. 

Schneehöhen bis zu 45 Zentimeter, Sonne, kein Wind und fünf Grad im Minus – das waren gestern die Bedingungen, die Wintersportler am Skilift im erzgebirgischen Hermsdorf vorfanden. Der Lift ist in den kommenden Wochen, solange der Winter so bleibt, montags bis freitags von 9 bis 16.30 Uhr und an den Wochenenden von 9 bis 16 Uhr geöffnet, informiert die Gemeindeverwaltung. Er gilt mit seinen 710 Metern als längster Lift im Osterzgebirge und auch als sehr familienfreundlicher. Kein Baum oder Strauchwerk stört die Abfahrt auf der 750 Meter langen Piste. Pro Stunde kann der Lift immerhin rund 600 Personen befördern. Familien, die mit Kindern unterwegs sind, können diese auf der gesamten Strecke immer im Blick behalten.

Es hat in diesem Winter eine Weile gedauert, ehe auch die Hermsdorfer ihren Lift in Gang setzen konnten. Denn am Skihang stehen keine Schneekanonen, auf der Abfahrtpiste liegt nur Naturschnee, derzeit eine Mischung aus altem und neuem Pulverschnee, die ungetrübtes Skivergnügen verspricht.

Neu ist der Preis für die Fahrt mit Lift. Für zehn Fahrten müssen die Wintersportler zehn Euro berappen. Das ist etwas mehr als zuvor. Zum Ausgleich ist das Parkticket inklusive, teilt der Hermsdorfer Andreas Zimmermann mit, der sich in der Gemeinde um den Fremdenverkehr kümmert. Wie auch in den anderen Wintersportorten des Osterzgebirges herrschte am vergangenen Wochenende Hochbetrieb am Skilift in Hermsdorf, auch auf den gespurten Loipen waren viele Skifahrer unterwegs. Jetzt in der Woche ist es etwas ruhiger.

Der Hermsdorfer Lift hat eine interessante Geschichte. Erzählen kann sie Werner Orbanz, der Vorsitzende des Hermsdorfer Sportvereins, denn er war von Anfang an dabei. Hermsdorfer Ski-Enthusiasten hatten in den 1960er-Jahren eine Schneise für die Abfahrt in den Hang geschlagen. Auch einen kleinen, transportablen Lift gab es, der aber durch den Schnee getragen werden musste, was  ziemlich mühsam war. Zugleich hatte der VEB Elektromat Dresden Hermsdorf zum Austragungsort seines jährlichen Wintersportfestes erkoren. So reifte die Idee, einen stationären Lift zu bauen. 1971/72 wurde sie umgesetzt – mithilfe des Betriebes und seiner Ressourcen sowie vielen freiwilligen Leistungen. Bis heute gehören Dresdner Sportfreunde zur Liftgemeinschaft, die die Anlage betreibt, sagt Werner Orbanz. Eigentümer ist aber seit Anbeginn die Gemeinde Hermsdorf. Inzwischen haben auch junge Leute den Reiz dieser Abfahrtspiste für sich entdeckt. Auch in diesem Winter hat die Snowboardanlage „Massive Snowpark Hermsdorf“ schon viele begeisterte Nutzer gefunden. Wie der Lift selber zählt auch sie mit ihren 18 Geräten und Figuren, sogenannte Boxes, Kicker, Rails und verschiedene Sprunganlagen zu den größten Anlagen dieser Art im Osterzgebirge.

Am Sonnabend kommender Woche, am 14. Februar, soll am Hermsdorfer Skilift bereits der 6. Deep Freeze Snowboard- & Freeski-Contest steigen. Nicht nur Mitmachen, auch Zuschauen lohnt sich, versprechen die Veranstalter des Wettbewerbs. Die Zuschauer erwarten spektakuläre Aktionen der Teilnehmer. Zum Abschluss startet am Abend in der „Ritterscheune“ eine große Aftershowparty.

www.massive-snowpark.de

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