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Dresden

Striesener sollen Bus bekommen

Im Streit um die Augsburger Straße hat sich nach langem Hin und Her eine Seite durchgesetzt.

An einigen Stellen ist die  Augsburger Straße sehr
eng. Für Busse
müssten Bäume
gefällt und Parkplätze weggenommen werden.
An einigen Stellen ist die Augsburger Straße sehr eng. Für Busse müssten Bäume gefällt und Parkplätze weggenommen werden. © Sven Ellger

Die Bürgerfraktion wollte mit ihrem Antrag Striesen als Wohngebiet schützen, sagt Stadtrat Thomas Blümel. Dafür sollten Parkplätze, historische Laternen und Bäume erhalten – allerdings auch Busverkehr verhindert – werden. Das hätte die Pläne der Verkehrsbetriebe (DVB) durchkreuzt.

Striesen ist der Stadtteil mit den meisten Einwohnern. Gut 40.000 Dresdner leben dort und rund 1.800 von ihnen gelten bei den DVB als „nicht erschlossen“. Es ist einer der letzten „weißen Flecken“ . Vor allem geht es um die Anwohner rund um die Augsburger Straße. Dass sie eine Anbindung erhalten, hat der Stadtrat bereits 2010 beschlossen. Auch die Linien und deren Führung stehen fest. Allerdings muss die Augsburger Straße dafür noch bustauglich ausgebaut werden. Dann könnten, so die DVB, mehrere Tausend Fahrgäste am Tag zusätzlich die Buslinien nutzen und auch andere Bereiche erreicht werden.

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Der Stadtrat stritt am Donnerstag lange und heftig darüber. Am Ende entschied sich eine knappe Mehrheit, mit 35 zu 33 Stimmen, dafür, zu untersuchen, ob und wie die abgehängten Striesener an den Nahverkehr angebunden werden können. Mit knapper Mehrheit wurde ein Antrag von Grünen und SPD beschlossen.

Nun soll die Verwaltung untersuchen und vorlegen, wie der Augsburger Straße bustauglich gemacht werden kann. Gleichzeitig soll aber auch geprüft werden, ob Busse nur in eine Richtung auf dieser Straße fahren können und der Gegenverkehr auf einer Parallelstraße. Dafür käme wahrscheinlich die Wittenberger Straße in Betracht. Gleichzeitig könnte diese Regelung dann auch für Autos gelten. Untersucht wird auch, ob kleine Quartiersbus durch Striesen fahren könnten oder es eben gar keine Änderungen geben soll.

Da durch die Diskussion, die sich bereits seit Monaten zieht, auch die Untersuchungen zu einer Straßenbahnlinie zwischen Strehlen und Schillerplatz ins Stocken geraten sind, fordert der Antrag, die Voruntersuchungen in einer Bürgerversammlung vorzulegen. Die Anwohner sollen dann mitentscheiden, welche Variante umgesetzt werden soll.

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