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Görlitz

Abgeschobene Familie kommt zurück

Erst am Sonntag waren die drei Personen nach Polen abgeschoben worden. Das hinderte sie aber nicht daran, zum zweiten Mal illegal in die Oberlausitz einzureisen.

Symbolbild
Symbolbild © Symbolfoto: Rene Meinig

Eine dreiköpfige iranische Familie war am Sonntag nach Polen abgeschoben worden, nachdem Beamte der Bundespolizeiinspektion Ebersbach sie am Tag zuvor auf der A 4 bei Uhyst am Taucher bei der illegalen Einreise ertappt hatte.

Nun haben die 48-jährige Mutter, der ebenfalls 48-jährige Vater und die 19-jährige Tochter abermals versucht, in die Oberlausitz zu kommen. Das teilt Michael Engler, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, mit. Während die Iranerinnen und der Iraner das erste Mal als Passagiere mit einem Reisebus nach Deutschland gelangt waren, leistete im aktuellen Fall ein Mann aus dem Irak tatkräftige Unterstützung. Der 31-Jährige schleuste die Familie am Mittwochabend von Polen über den Autobahngrenzübergang nach Deutschland. Dazu nutzte er das Auto eines Bekannten aus Bonn.

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Der 3er BMW war laut Engler gegen 22.30 Uhr von den Fahndern der Ludwigsdorfer Bundespolizei kurz vor dem Tunnel Königshainer Berge gestoppt worden. Dem Iraker, der selbst als Flüchtling offiziell in Bonn lebt, wird Einschleusen von Ausländern vorgeworfen. Der vorläufig festgenommene mutmaßliche Schleuser wird noch vernommen. Im Zusammenhang mit den Geschleusten prüft die Bundespolizei derzeit, inwiefern eine unverzügliche Abschiebung mit dem Flugzeug in den Iran möglich ist. Derzeit befindet sich die Familie in den Diensträumen der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf.

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