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Pirna

Abitur läuft trotz Busfahrer-Streiks

Fast alle Linienbusse sind am Mittwochmorgen im Landkreis ausgefallen. Die meisten Schüler und Eltern wussten sich zu helfen.

Streikende Busfahrer am Busbahnhof Pirna. © Daniel Schäfer

Rund 200 Busse der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft und des Regionalverkehrs Dresden sind am Mittwoch im Landkreis bis 8 Uhr in den Depots geblieben. Erst danach wurde der Betrieb auf den Linien aufgenommen. Gegen 10 Uhr lief der Busverkehr im Landkreis wieder fahrplanmäßig, informiert Uwe Thiele, Geschäftsführer der kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft RVSOE. Auch die Elbfähren blieben am Mittwochmorgen am Ufer.

Grund war ein Warnstreik der Busfahrer und Fährleute. Die Gewerkschaft Verdi hatte im Rahmen der aktuellen Tarifverhandlungen dazu aufgerufen. Nach Verdi-Angaben liegt der Einstiegs-Stundenlohn für Busfahrer im sächsischen Regionalverkehr derzeit bei 12,30 Euro. Die Gewerkschaft fordert ab September eine deutliche Erhöhung auf 15,66 Euro. „Leider haben die Arbeitgeber in der bisherigen Tarifverhandlung kein Angebot vorgelegt und weisen unsere Forderung als absurd zurück“, sagt Verdi-Bereichsleiter Jörg Förster. Deshalb sei der Warnstreik notwendig.

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Der traf am Mittwoch vor allem auch den Schülerverkehr, weshalb besonders viele Elterntaxis unterwegs waren. Die Probleme an den Schulen hielten sich insgesamt aber in Grenzen, was vor allem daran lag, dass die Gewerkschaft bereits am Montagnachmittag über den bevorstehenden Streik informiert hatte.

Viele Eltern fuhren Prüflinge für das schriftliche Englisch-Abitur in die beiden Standorte des Glückauf-Gymnasiums nach Dippoldiswalde und Altenberg. „Bei uns waren alle pünktlich zum Prüfungsbeginn im Europark angekommen“, informierte Benita Junghans, Leiterin der Außenstelle Altenberg. Auch in Dipps hat die Prüfung reibungslos begonnen, wie die Schule informierte.

Die Oberschule Dippoldiswalde hatte sich auf den Streik vorbereitet. Gut die Hälfte ihrer Schüler ist auf den Bus angewiesen. Die Lehrer hatten ihnen Aufgaben mitgegeben. Knapp zehn Prozent der Schüler kamen nicht zum Unterricht. Betroffen waren vor allem Kinder, die Richtung Reinhardtsgrimma oder Cunnersdorf wohnen.

Auch die Grundschule in Reichstädt war vom Busverkehr abgeschnitten. Dafür herrschte reger Pkw-Verkehr. Der Unterricht lief nach Auskunft der Schule regulär.

Laut dem Schulleiter des Sebnitzer Gymnasiums, Andreas Seltmann, erschienen auch dort nur wenige Schüler verspätet zum Unterricht. Auch ausnahmslos alle Abiturienten kamen pünktlich zu ihren Abiturprüfungen. Ähnliches berichtet Berd Wenzel, Leiter des Schiller-Gymnasiums in Pirna. Abiturienten seien, im Gegensatz zu anderen Schülern, nicht zu spät zu ihren Prüfungen gekommen. „Sie wären aber trotzdem zugelassen worden“, versichert Wenzel. Die Schulleitung sei froh, dass es keine großen Beeinträchtigungen des Unterrichts gab. Auch am Heidenauer Gymnasium gab es keine großen Probleme. Alle Schüler, die nicht pünktlich erscheinen konnten, hätten sich entschuldigt und genug Zeit gehabt, andere Wege zur Schule zu finden, sagt Schulleiter Frank Clausnitzer. (SZ/ce/fh, Maria Schiekel)

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