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Abrissbagger am Pulsnitzer Rewe

Der alte Vorbau weicht dem Neubau. Geöffnet hat der Markt trotzdem. Aber der Eingang musste verlegt werden.

© René Plaul

Von Reiner Hanke

Pulsnitz. Vorsichtig arbeitet sich der Bagger ins Dach des alten Marktes von Petz-Rewe in Pulsnitz. Der Teilabriss hat am früheren Eingangsbereich begonnen. Der Vorbau muss weichen. Dabei darf aber auch nicht zuviel zerstört werden. Denn ein paar Meter entfernt läuft der Verkauf. Parallel dazu brauchen die Arbeiter Baufreiheit für den neuen Markt. Dessen Baustelle auf dem ehemaligen Parkplatz rückt immer näher an das alte Gebäude heran. Dort wo bisher die Kundschaft parkte, drehen sich Kräne und es wimmelt von Bauleuten.

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Der bisherige Eingang ist jetzt Großbaustelle für einen neuen Rewe-Markt in Pulsnitz. Auf der geht es zügig voran.
Der bisherige Eingang ist jetzt Großbaustelle für einen neuen Rewe-Markt in Pulsnitz. Auf der geht es zügig voran. © René Plaul

Mitte April sollen schon die ersten Fertigteile für den Neubau anrollen. Dafür laufen jetzt die Vorarbeiten. Unterdessen nimmt unter der Nordseite des bisherigen Parkplatzes das neue Untergeschoss schon Gestalt an. Hier entstehen Sozialräume für das Personal, großzügiger und moderner als bisher sollen sie ausfallen. Die Kundschaft hat sich inzwischen schon an den Interims- Eingang zum Markt an der Warenannahme gewöhnt. Wegen des intensiven Baubetriebs erreichen den Marktleiter aber auch Anrufe, ob denn überhaupt geöffnet sei: „Wie immer von Montag bis Samstag von 7 bis 21 Uhr“, versichert er. Eine provisorische Wand trennt derzeit den Einkaufsbereich im Markt von der Baustelle – wo jetzt der Abrissbagger arbeitet.

6,5 Millionen Euro investiert Rewe

Hinter dem Marktleiter Uwe Meinert und seiner Mannschaft liegt ein besonders stressiger Abschnitt. Innerhalb weniger Tage mussten Regale, Kassen und Leergutautomaten umgeräumt werden. Er sei sehr froh, wie das Team mitziehe, so Uwe Meinert: „Mitarbeiter und Ladenbauer haben das toll gemacht.“ Der Kundschaft könne er nicht genug für ihr Verständnis danken. Denn ein paar Einschränkungen gebe es schon, wenn Verkauf und Bau nebeneinander laufen würden. Vor allem, weil weniger Parkraum zur Verfügung stehe und die Wege etwas weiter seien. Dennoch habe er viele positive Meinungen zum Bauprojekt gehört. Gerade auch der Bäckerei-Pavillon am Interims-Eingang komme gut an. Der ersetzt für die Bauzeit den Stand im Supermarkt. 6,5 Millionen Euro investiert die Petz Rewe GmbH in Pulsnitz an der Kamenzer Straße und geht auch architektonisch neue Wege als beim alten Markt: Nicht mehr eng und gedrückt, sondern mit viel Platz als Begegnungsstätte, in der „wir unseren Kunden herzlich willkommen sagen“, erklärte Johannes Theis, der Bauchef im Unternehmen. Abgerundet werde das Konzept mit einem kleinen Café am neuen Backstand mit Blick auf die Kamenzer Straße. Ende September soll schon der Verkauf im Neubau beginnen. Also noch während die Bauarbeiten draußen weiterlaufen. Dort wird dann der alte Markt komplett abgerissen. Erst wenn das passiert ist, können auch weitere Parkflächen auf dem Freiraum entstehen: 172 extra breite Stellplätze, 30 mehr als bisher. Dann sollte es nicht mehr eng werden für die Kundschaft beim Einkauf.

Rewe hatte ursprünglich geplant, den Markt nach über 25 Jahren Betrieb umzubauen. Der Händler entschied sich dann aber für den Abriss und einen Neubau, um den Kunden künftig eine moderne, eine zeitgemäße Einkaufsstätte bieten zu können.