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Dresden

Absage für Hotel Stadt Rom

Der Bezirksbeirat Altstadt lehnte den Wiederaufbau des Gebäudes am Neumarkt ab. Der Grund: Eine Brandmauer gefällt nicht.

So könnte das Hotel Stadt Rom aussehen, wenn es etwas nach Nordosten verschoben wird und ein Durchbruch zur Wilsdruffer Straße entsteht.
So könnte das Hotel Stadt Rom aussehen, wenn es etwas nach Nordosten verschoben wird und ein Durchbruch zur Wilsdruffer Straße entsteht. © Visualisierung: GHND

Neun Bäume und Sitzgelegenheiten – so ist derzeit der Zugang zum Neumarkt von der Wilsdruffer Straße aus gestaltet. Und das soll auch so bleiben, wenn es nach der Mehrheit der Altstädter Stadtbezirksbeiräte geht. Deshalb lehnten sie in ihrer letzten Sitzung den Antrag der CDU ab, der den Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom fordert. 

Die Entscheidung des Stadtbezirksbeirates ist eine Empfehlung an den Stadtrat, der letztlich darüber entscheiden wird. Streitpunkt ist eine Wand, die das Gebäude auf der südlichen Seite zur Wilsdruffer Straße hin abschließt. Diese Brandwand wurde als städtebaulich störend bewertet. Daran ändert sich für die Beiräte auch mit der vorgesehenen Illusionsmalerei nichts. Sie soll Fenster simulieren. „Bei allem Verständnis und auch Sympathie für das Anliegen, den Neumarkt zu Ende zu bauen und den letzten Puzzlestein originalgetreu zu setzen, ist die Rückseite dieser Kulisse eben auch zu betrachten“, meint SPD-Beirat Edwin Seifert. Die Brandwand in Richtung Wilsdruffer Straße sei hässlich. Deshalb müsse noch einmal nachgedacht werden, wie sich das lösen lässt. Seifert schlägt vor, das Haus in Richtung Neumarkt zu verrücken, was wiederum eine schöne Fassade mit Fenstern zur Wilsdruffer Straße hin ermögliche. „Denn eins ist doch klar: Die Bebauung an der Wilsdruffer hat Qualität und sollte nicht infrage gestellt werden.“

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Ein Wiederaufbau des Hotels Stadt Rom ist ohnehin nur an einer zum Originalstandort leicht verschobenen Position zwischen dem Hotel de Saxe und der Heinrich-Schütz-Residenz und auch nicht vollständig möglich. Über den CDU-Antrag beraten noch der Kultur- und der Bauausschuss, dann entscheidet der Stadtrat.

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