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Absoluter Fahrspaß auf dem Acker

Am 7. April starten etwa 200 begeisterte Motorsportfreunde in allen Altersklassen in Neukirch. Möglich macht das der Verein Quad Bike & More.

© Verein

Von Ina Förster

Neukirch. Der Acker ist bestellt! In den letzen Wochen haben die zwölf Leute vom Quad Bike & More-Verein Neukirch wirklich ganze Arbeit geleistet. Leitpfosten und Begrenzungen mussten in die harte Erde gerammt, Hügel aufgeschüttet und Schanzen geformt werden. Manchmal sind ihnen dabei fast die Finger abgefroren. Das Wetter war dieses Jahr grenzwertig. Aber was tut man nicht alles für das heiß geliebte Hobby? Die zehn Männer und zwei Frauen haben also die Zähne zusammen gebissen und angepackt. Bis zum Schluss zu warten, wäre zu unsicher gewesen. Und die Arbeit war umfangreich. Im Parcour-Aufbau sind sie glücklicherweise alle lange geübt. Die Motorsportfreunde um Vereinschefin Stephanie Bottner organisieren zweimal im Jahr ein solches Event für Hobbyrennfahrer. Oder nehmen an anderen Rennen teil.

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Mit Pampe und Spritzern

Am Sonnabend ist Saisonstart in der Heimat. Und das Wetter hat aufgeholt. Die gefrorenen Äcker der Agrargenossenschaft Laußnitz tauen allerdings langsam auf. Gegen ein bisschen Pampe und Spritzer haben echte Racing-Fans aber sicherlich nichts. „Wir möchten uns auf jeden Fall schon einmal bei der Agrargenossenschaft bedanken, mit der wir seit einigen Jahren gut zusammen arbeiten. Auch für das Vertrauen, welches sie in uns setzen“, sagt Stephanie Bottner. Sie selber fährt übrigens keine schwere Maschine. Das überlässt sie den anderen. Den Spaß und Begeisterung an der Sache teilt sie dennoch mit ihren Freunden. 2015 gründete sie mit den anderen Motorsportfreunden den Verein. „Aber einer muss ja auch im Hintergrund die Fäden zusammen halten“, lacht sie. Da gibt es jede Menge zu tun. Allein, um die Genehmigungen einzuholen, bedarf es Zeit und Kraft. Doch das Konzept des Vereines geht zu hundert Prozent auf. Das belegen auch 2018 erneut die Zahlen. In allen Gruppen sind in den letzten Wochen zahlreiche Anmeldungen eingetroffen. „Insgesamt sind es diesmal fast 200 Starter. Eine enorme Herausforderung für uns alle“, sagt Stephanie Bottner. Das Gros besteht aus Männern, aber auch 16 Kinder stehen auf der Liste und einige Frauen. Sie treten solo gegeneinander an oder fahren im Team. Manche fahren eine Stunde, andere interessieren sich für die Zwei-Stunden-Variante. Die Kinderstrecke ist diesmal um einiges größer. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich. Die Starter kommen aus der Region um Richtung Dresden, Radeberg, Königsbrück und Umgebung. In der Szene sprechen sich solche Events schnell herum. Vor allem, wenn sie professionell angegangen werden.

Profi übernimmt Zeitmessung

Und das ist das Enduro-Race auf jeden Fall. Abermals hat der Verein für den Sonnabend einen Profi engagiert, der die Zeitmessung übernimmt. Dieser gibt jedem Teilnehmer einen Transponder, der am Helm befestigt wird und wichtige Daten an einen Computer weitergibt. Das erleichtert einiges. Schließlich sollen am Ende die Besten gekürt werden und auf dem Treppchen stehen. Es gibt natürlich Siegerehrungen am Schluss. „Die Pokale und Medaillen hat unser Team übrigens selbst entworfen“, erzählt Stephanie Bottner stolz.

Zu Schauen gibt es am Rennbahn-Rand auf jeden Fall einiges. Und das nicht nur für die Profis. Auch absolute Laien dürfen hier ruhig einmal Rennluft schnuppern kommen. Oder sich die Maschinen ansehen. Fachsimpelei eingeschlossen. Nebenbei warten ein paar Überraschungen auf die Kinder – zum Beispiel ein Schminkstand für die Kleinsten. Der Verein sichert auch sonst die komplette Verpflegung ab. Und ganz nebenbei steigen die Mitglieder selber auf ihre Bikes oder Quads und messen sich mit den anderen Teilnehmern. Ein bisschen Spaß muss sein.

Es wird also ein langer Tag für alle. Der sich aber bestimmt lohnen wird. Die Strecke wird anspruchsvoll sein und hält einige Highlights vor. Die Rennfahrer dürfen sich auf ein faires Kräftemessen freuen. Damit endet die Arbeit des kleinen Vereines aber lange nicht. Im Anschluss muss der Acker wieder auf Vordermann gebracht werden. Die Agrargenossenschaft braucht ihn schließlich noch für andere Vorhaben. Und nach dem Rennen ist sowieso immer vor dem Rennen. Im Herbst steht dann das zweite Renn-Event beim Verein Quad, Bike & More an.